𝗜𝗻𝘁𝗲𝗿𝗲𝘀𝘀𝗲 𝗮𝗻 𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗚𝗲𝘀𝗰𝗵𝗶𝗰𝗵𝘁𝗲𝗻?

Ü𝗯𝗲𝗿𝘀𝗲𝘁𝘇𝘂𝗻𝗴

26 Dezember 2014

𝙈𝙚𝙞𝙣𝙚 𝘿𝙅-𝘽𝙞𝙤𝙜𝙧𝙖𝙛𝙞𝙚 - 𝙆𝙖𝙥𝙞𝙩𝙚𝙡 𝟮: "𝘎𝘌𝘉𝘜𝘙𝘛" 𝘌𝘐𝘕𝘌𝘚 𝘋𝘑




HH und ich beschlossen auf der Rückfahrt nach dieser Feier eine zukünftige Zusammenarbeit. Er versprach, mir eine PA-Anlage zusammenzustellen. Da ich diese Anlage jedoch als Student nicht direkt bezahlen konnte, vereinbarten wir eine Art Leasing: mit jedem Musiktermin zahlte ich ihm also eine Leihgebühr, ein weiterer Anteil ging in die Bezahlung der Anlage. Solange das Equipment jedoch noch nicht endgültig bezahlt war, sollte es in seiner Garage gelagert werden – später sollte ich dann frei darüber verfügen können.

22 Dezember 2014

𝙑𝙖𝙩𝙚𝙧'𝙨 𝘼𝙗𝙨𝙘𝙝𝙞𝙚𝙙 𝙫𝙤𝙣 𝙙𝙚𝙧 𝙈𝙤𝙗𝙞𝙡𝙞𝙩ä𝙩?

In drei Tagen ist Heilig Abend. Es wird endlich Zeit für Besinnlichkeit... finde ich. Doch das Schicksal sieht das mal wieder anders. Ausgerechnet in dieser Sonntagnacht schockt es mich mit der brutalen Realität.

In fünf Jahren nur 31.642 Kilometer zurückgelegt

Nach einem gemütlichen vierten Advent bei Tochter, Schwiegersohn und Enkelkind im 120 Kilometer entfernten Aurich/Ostfriesland kehren wir spät abends zurück nach Hause. 

Ich liege bereits gemütlich im Bett, als um 0:11 Uhr plötzlich das Telefon klingelt. Die Polizei informiert uns darüber, dass mein Vater einen Unfall mit seinem Auto hatte und ins Krankenhaus gebracht wurde - es gehe ihm aber gut.

Diese Nachricht unterbricht die vorweihnachtliche Geruhsamkeit jäh.

12 Dezember 2014

𝘼𝙪𝙩𝙤𝙢𝙤𝙗𝙞𝙡𝙚𝙧 𝘼𝙡𝙢𝙖𝙣𝙖𝙘𝙝 𝟮𝟬𝟭𝟰

Im Jahr 2014 war in automobiler Hinsicht für mich und um mich herum Einiges in Bewegung. Gilt ja vielleicht der Kauf eines einzigen nagelneuen Autos für Otto Normalverbraucher als DAS Highlight eines Jahres - mir und meiner Familie stehen am Jahresende mehr oder weniger NEUN Automobile zur Verfügung.

Es war schon vorher voll auf unserem Hof


26 November 2014

𝙈𝙚𝙞𝙣𝙚 𝘿𝙅-𝘽𝙞𝙤𝙜𝙧𝙖𝙛𝙞𝙚 - 𝙆𝙖𝙥𝙞𝙩𝙚𝙡 𝟭: 𝘋𝘐𝘌 𝘐𝘋𝘌𝘌

Obwohl ich sehr lange darüber nachgedacht habe, welchen Weg ich für die Publikation meines neuen Buchprojektes "MEINE DJ-BIOGRAFIE" wählen soll, bin ich mir über die gewählte Lösung online per Blog noch immer nicht hunderprozentig sicher. Meiner grundsätzlichen Einstellung "MACHEN STATT DISKUTIEREN" ist es jedoch zu verdanken, dass meine Erlebnisse als Discjockey hier nun doch zu lesen sind. Und soviel kann man natürlich schon vorweg verraten: nach 25 Jahren als DJ auf Parties, Familien- oder Firmenfeiern kann ich mit einigen unterhaltsamen Stories aufwarten.

Monatlich wird "MEINE DJ-BIOGRAFIE" jetzt also Kapitel für Kapitel hier erscheinen... bis das Buch komplett zu lesen ist - es lohnt sich also, immer mal wieder hereinzuschauen.

Beim Schmökern in meiner DJ-Karriere wünsche ich viel Spaß.

>>REZENSION zu "Meine DJ- Biografie"<<





Es begann irgendwann im Spätsommer 1987.

Meine damalige Freundin arbeitete in einem Fotofachgeschäft. Eines Abends erzählte sie mir von einem Kunden. Um es nicht unnötig kompliziert zu machen, nenne ich diesen Kunden im Weiteren einfach HH.

Ich erfuhr nun also, dass dieser damals als Discjockey auf Familien- und Firmenfeiern unterwegs war. Er hatte offensichtlich so gut zu tun, dass er gegen eine wahre Flut von Auftrittsterminen anzukämpfen hatte. Genau deshalb suchte er händeringend einen Mitstreiter, der ihn bei dieser Tätigkeit entlastend unterstützen sollte.

09 November 2014

𝟵. 𝙉𝙤𝙫𝙚𝙢𝙗𝙚𝙧 𝟭𝟵𝟴𝟵 - 𝘋𝘢𝘴 𝘨𝘭ü𝘤𝘬𝘭𝘪𝘤𝘩𝘴𝘵𝘦 𝘝𝘰𝘭𝘬 𝘥𝘦𝘳 𝘞𝘦𝘭𝘵

9. November 1989 - dieses Datum wird mir neben den traumatischen Terroranschlägen auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 als "ausnehmendes Erlebnis" meines Lebens ewig in Erinnerung bleiben.

Nur wenige Tage vor meiner Geburt im Jahre 1961 errichtete ein bösartiges Regime in Berlin eine bis zu vier Meter hohe Mauer und teilte Deutschland mit einem über 1.400 Kilometer langen streng bewachten Grenzzaun. Es folgte die jahrelange Gefangennahme und Misshandlung eines ganzen Volkes. Wir hörten damals in der Schule von den unglaublichsten und gemeinsten Vorgängen im "anderen" Deutschland. Niemand konnte hierzulande verstehen, wie Macht derart scheußlich missbraucht werden konnte und warum die Menschen jenseits des Stacheldrahts unsagbar leiden mussten. Leider konnte die ganze Welt das alles nur hilflos mit ansehen.

Doch irgendwann zog offensichtlich eine höhere Macht glücklicherweise einen Strich unter die Rechnung. Denn nach 28 Jahren lief das Fass endlich über und das gepeinigte Volk begehrte auf. Es selbst brachte schließlich die debile Staatsmacht zu Fall.

Oma und ich im Harz... unweit der Zonengrenze
Lange davor hatte ich mich diesem grauen Kapitel Deutschlands allenfalls als Kind beim Blick auf den Brocken im Harz mal auf knapp fünf Kilometer, beim Durchqueren des schleswig-holsteinischen Lübeck auf knapp sieben Kilometer oder beim Besuch des oberfränkischen Coburg auf etwa 12 Kilometer genähert.

Zu meiner Schande muss ich heute gestehen, dass zudem mein Wissen über die nur in 160 Kilometern Luftlinie von meinem Heimatort gelegene sozialistische Republik von äußerst lückenhafter Natur war - im geografischen Sinne glich der überwiegende Teil der DDR für mich dem berühmten weißen Fleck auf der Landkarte. 

06 Oktober 2014

𝙋𝙝𝙤𝙚𝙣𝙞𝙭... ä𝙝... 𝙋𝙚𝙩𝙚𝙧 𝙖𝙪𝙨 𝙙𝙚𝙧 𝘼𝙨𝙘𝙝𝙚 - 𝘔𝘪𝘵 𝘢𝘭𝘵𝘦𝘯 𝘈𝘶𝘵𝘰𝘴 𝘢𝘶𝘴 𝘥𝘦𝘮 𝘛𝘪𝘦𝘧

Der Westerwald-Typ startet durch! 

Die Rodenbergs wohnen da, wo die bunten Autos stehen
Prompt verfahre ich mich im seltsamen Einbahnstraßengewirr als ich mit dem K 70 im ersten Gang die steilen Wege den Berg hinauf zur Waldstraße im rheinland-pfälzischen Hillscheid krieche. Letztendlich parke ich jedoch kurze Zeit später vor einem weißen Hanghaus. Es zu finden war dann doch nicht sonderlich schwer, stehen davor doch ein orangefarbener VW K 70 - den man übrigens sogar bei Google Earth erkennen kann, ein knallrotes Opel Kadett Coupé, ein schickes gomera-perleffektfarbenes Audi 80 Cabrio und ein grauer Jetztzeit-VW Tiguan.

Irgendwo dazwischen hat auch noch eine gemütliche grüne Bank Platz gefunden - von hier oben im Westerwald blickt man rüber zum gut zehn Kilometer Luftlinie gelegenen Koblenz. Auch deswegen lohnt sich schon ein Besuch bei den Rodenbergs. Hier wohnen also Jutta und Peter, parterre auch noch Jutta`s Vater. Der will auf die geparkten Autos aufpassen, setzt sich auf die Bank und lässt seinen Blick in die Ferne schweifen.

30 September 2014

𝙄𝙨𝙩 𝙙𝙖𝙨 𝙆𝙪𝙣𝙨𝙩... 𝙤𝙙𝙚𝙧 𝙠𝙖𝙣𝙣 𝙙𝙖𝙨 𝙬𝙚𝙜?


Individualisierung um jeden Preis oder photogeshoppte Realität?

28 August 2014

𝘼𝙡𝙡𝙚𝙨 𝙞𝙨𝙩 𝙚𝙣𝙙𝙡𝙞𝙘𝙝 - 𝙐𝙧𝙡𝙖𝙪𝙗 𝙡𝙚𝙞𝙙𝙚𝙧 𝙖𝙪𝙘𝙝

Unser REDSTAR auf Bewährungstour: Teil 4

"Am Thema vorbei" wäre eine gerechte Beurteilung, wenn man über das Wetter in unserem Urlaub auf Sizilien jammern würde. Tagestemperaturen zwischen 28 und über 39°C - wie bei der Fahrt zum Ätna, ebenso täglicher Sonnenschein und somit reichlich Bräune, lassen eigentlich keinen Zweifel an einem perfekten Sommer-Feeling.

Dennoch ist das Wetter in diesem Jahr irgendwie anders. Vom sizilianischen Fernsehen werden wir nahezu täglich über Tornados über dem Meer vor Genua, Schlammlawinen in Südtirol, Hochwasser durch Wolkenbrüche und Starkregen in Norditalien informiert. Per Telefon erhalte ich live das Regenprasseln von zuhause vor der Haustür und meine Tochter berichtet, ebenfalls am Telefon, dass in Norddeutschland temperaturmäßig offensichtlich bereits der Herbst Einzug hält.
So sehr kann die sizilianische Sonne scheinen

Sonnenbrand auf Autolack
Sogar Supermärkte bieten Schattenparkplätze auf Sizilien
Tornadorot ist auch sehr sonnenempfindlich

27 August 2014

𝙈𝙞𝙩 𝙙𝙚𝙢 𝙋𝙖𝙣𝙯𝙚𝙧 𝙞𝙣 𝙙𝙚𝙣 𝙋𝙖𝙣𝙙𝙖

Unser REDSTAR auf Bewährungstour: Teil 3 (... in dem unser REDSTAR glücklicherweise nur eine unbedeutende Nebenrolle spielt!)

Voll der beeindruckenden Erlebnisse und Bilder unserer Ätna-Reise rauschen wir mit zwei T3-Bullis bei glücklicherweise sehr erträglichen Temperaturen durch die stockfinstere sizilianische Nacht zurück nach Menfi.

Nach einer wilden Kurverei am Südhang des Ätna schaffen wir Belpasso - irgend so ein sizilianischer Städteplaner hatte wohl mal wieder die Idee, Orte verkehrsttechnisch durch das Aufstellen unzähliger (und meines Erachtens unsinniger) "Senso Unico"(= Einbahnstraßen)-Schilder vom Chaos zu befreien und den Verkehr neu zu ordnen. Leider hat er dabei aber genau das Gegenteil erreicht. Zudem weiß unser Navi nichts von solch kurzfristigen Veränderungen - und damit ist logischerweise die Grundlage für eine nächtliche Sizilien-Rallye geschaffen. Na ja - irgendwann sind wir dem Labyrinth doch entkommen!
Verdammt!

25 August 2014

𝙀𝙧𝙨𝙩 𝙣𝙖𝙘𝙝 𝙈𝙚𝙣𝙛𝙞, 𝙙𝙖𝙣𝙣 𝙖𝙪𝙛'𝙨 𝘿𝙖𝙘𝙝 𝙎𝙞𝙯𝙞𝙡𝙞𝙚𝙣𝙨

Unser REDSTAR auf Bewährungstour: Teil 2

Bedauerlicherweise greift seit zwanzig Jahren besonders in Strandnähe die Tourismus-Krake um sich. In Porto Palo und Lido Fiori ist inzwischen kaum noch etwas von der gemütlichen Urtümlichkeit Siziliens geblieben. An den entlegendsten Stellen sind unpersönliche, sterile Hotelanlagen im Resorts-Stil aus dem steinigen Boden gestampft worden. Strandliegen für 2,- EUR die Stunde, gebührenpflichtige Parkplätze zu gesalzenen Preisen, Strandgedöns-Stände, ständig dröhnende Musik der Strandbars und -paninotecas hängt bis tief in die Nacht in der Luft, im Fünf-Minuten-Takt steigen kleine Propellerflugzeuge und Ultraleichtfleiger von einem nahen Airfield zu Rundflügen über dem Strand auf und auch zu Wasser röhren Jet-Skies und Speed-Boote.

Bandiera Blu (EU-Auszeichnung für sauberen Strand und sauberes Wasser) am Strand von Maria Stella Mare

24 August 2014

𝟮.𝟲𝟬𝟬 𝙆𝙞𝙡𝙤𝙢𝙚𝙩𝙚𝙧 𝙗𝙞𝙨 𝙯𝙪𝙢 𝙕𝙞𝙚𝙡

Unser REDSTAR auf Bewährungstour: Teil 1

Farbkontraste auf Sizilien

Sommer auf Sizilien ohne Ventilatoren? Undenkbar!
Deshalb muss der Jetbag mit

Urlaub ist sicher nicht gleich Urlaub, jeder mag ihn auf seine Art... anders.

Ich mag es irgendwie kreativ bis ins Detail. Und dazu kann die Vorbereitung auch schon mal mehrere Jahre dauern. Schon als wir im August 2012 einen rostigen T3 erwarben, planten wir dessen ersten großen Einsatz nach der Fertigstellung seiner Restauration. Unser großes Ziel war es seitdem, mit dem REDSTAR in den Urlaub nach Sizilien zu reisen.

02 Juli 2014

𝙎𝙩𝙧𝙖ß𝙚𝙣𝙧𝙖𝙙𝙞𝙚𝙧𝙚𝙧

Profilverlust an den Innenkanten...

... durch verstellte Spur


Gerade steige ich aus unserem Bulli. Dabei fällt mein Blick eher beiläufig und rein zufällig auf das im vollen Lenkeinschlag herausstehende linke Vorderrad... und stutze! 

14 Juni 2014

𝟮𝟴. 𝙋𝙛𝙞𝙣𝙜𝙨𝙩𝙩𝙧𝙚𝙛𝙛𝙚𝙣 𝙙𝙚𝙨 𝟭. 𝙞𝙣𝙩𝙚𝙧𝙣𝙖𝙩𝙞𝙤𝙣𝙖𝙡𝙚𝙣 𝙆 𝟳𝟬 𝘾𝙡𝙪𝙗𝙨 𝙞𝙣 𝘼𝙣𝙙𝙚𝙧𝙣𝙖𝙘𝙝 𝙖𝙢 𝙍𝙝𝙚𝙞𝙣

Auf geht's!
Alle Fahrzeuge in einem Bild - aus dem Bulli
fotografiert: das Audi Coupé, davor der K 70
Dafür, dass auch dieses K 70-Pfingsttreffen eigentlich das Resultat einer clubintern ungeliebten Entscheidung ist, hat es sich erstaunlich prächtig entwickelt. 

Immerhin hatte die Jahreshauptversammlung im letzten Herbst genau diese Veranstaltung unter Schmerzen auf die Welt gebracht: allein bei der Frage nach der Organisation des nächsten Pfingsttreffens möchten ja neuerdings die Anwesenden am liebsten möglichst geräuschlos und augenblicklich im Erdboden versinken. Wenn sich dann jedoch endlich ein Organisator bereit erklärt, ist die Erleichterung deutlich spürbar. "Puh, der Kelch ist auch diesmal an mir vorüber gegangen!"

02 Juni 2014

𝙍𝙤𝙖𝙙𝙠ä𝙥𝙥𝙘𝙝𝙚𝙣

1987er POLO FOX Coupé in respektablem Zustand

Natürlich unterliegen auch Automobile bestimmten Modetrends.

Für die zweite Modellreihe des beliebten Volkswagen Polo, mit der Typbezeichnung 86C, gab es Ende der 1980er Jahre, genau 1987, ein auf Sportlichkeit ausgelegtes Coupé. Dessen Basisausführung stellte das ehemalige Sondermodell FOX dar.

26 Mai 2014

𝙒𝙚𝙜𝙚 𝙚𝙣𝙩𝙨𝙩𝙚𝙝𝙚𝙣 𝙙𝙖𝙙𝙪𝙧𝙘𝙝, 𝙙𝙖𝙨𝙨 𝙢𝙖𝙣 𝙨𝙞𝙚 𝙜𝙚𝙝𝙩

ein Zitat von Franz Kafka

oder auch:
Es ist keine Schande nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen. Platon

Immer wieder hört man die lapidare Aussage: "Ein Computer ist einfach nicht meine Welt!" - offensichtlich eine Flucht vor dem eigenen Unwissen. Das Erkennen dieses Mankos ist das eine, dessen Beseitigung aber etwas anderes. Immerhin wäre damit ein unbequemer Aufwand durch geistige Arbeit verbunden, puuh... die Trägheit der (Gehirn)Masse stellt durch die Abgabe dieser Leistung voraussichtlich ein nicht unerhebliches Hindernis dar. Obwohl dieses Verhalten sicherlich durchaus menschlich ist, habe selbst ich mich dem einstmals nicht einfach nur tatenlos hingegeben.

Bis August 1992 hielt ich Personalcomputer für schlichte Zeitverschwendung. Die Computerei war damals für mich durch einige meiner Mitmenschen eher negativ in Erscheinung getreten. Diese saßen nämlich stundenlang vor ihrem Fernseher, den sie durch eine sogenannte Konsole zum Computermonitor umfunktioniert hatten und spielten auf ihm nun mit weißen Balken und Quadraten eine Art Tennis - sonor untermalt von einem sehr künstlichen Piep, wenn einer der weißen Balken das hin- und hergespielte Quadrat abwehrte. Für dieses "Daddeln" konnte ich mich höchstens für fünf Minuten begeistern.


Pong

04 Mai 2014

𝙈𝙖𝙢𝙖𝙢𝙚𝙢𝙤𝙧𝙞𝙖𝙡 𝟮𝟬𝟭𝟰

𝙇𝙚𝙩𝙯𝙩𝙚𝙧 𝘽𝙚𝙨𝙪𝙘𝙝 𝙞𝙣 𝙙𝙚𝙧 𝙜𝙧ü𝙣𝙚𝙣 𝙃ö𝙡𝙡𝙚



 Immer, wenn ich auf der Autobahn an Pinneberg vorbei fahre, überkommt mich so ein komisches, beklemmendes Gefühl. Pinneberg ist für mich noch immer ein Ort des Zwangs, des Widerwillens und gewissermaßen auch des Eingesperrtseins. Nach Pinneberg wurde ich damals, 1985, zum Bund eingezogen. Es folgten drei quälende Monate Grundwehrdienstzeit - Zeit, die man mir Kraft Gesetzes stahl. Zeit, in der das Vaterland mich und die mit mir einkasernierten Leidensgenossen mit unbarmherziger Härte zu gehorsamen Befehlsempfängern zu erziehen versuchte. Es sei an dieser Stelle gern nochmal erwähnt: DAS IST EUCH NICHT GELUNGEN! Zumindest nicht in meinem Fall.

𝙊𝙣𝙚 𝙣𝙞𝙜𝙝𝙩 𝙞𝙣 𝘿𝙞𝙩𝙝𝙨𝙘𝙝𝙞𝙡𝙖𝙣𝙙

Vor genau 30 Jahren sprachsang Murray Head "One Night in Bangkok". Björn Ulvaeus und Benny Andersson - die beiden "B" von ABBA, die beiden "A" waren ja Annafried und Agneta - sowie ein gewisser Tim Rice, schrieben damals diesen Titel für den 2. Akt des Musicals Chess. 

Sie hatten dabei sicherlich kaum an mich müden Bulli-Fahrer und meine Gemahlin gedacht, die wir mit unserem Fahrzeug im Stockdunklen unter Großwindanlagen im westlichen Ditmarschen eine erholsame Nachtruhe suchen. Ausdrücklich geht es deshalb ja im besagten musikalischen Schallereignis auch um das thailändische Bangkok und eben nicht um den schleswig-holsteinischen Kreis Heide, genauer das Örtchen Süderdeich bei Wesselburen, mal gerade fünf Kilometer Luftlinie von der Nordsee entfernt. Warum verweilen wir dort eigentlich?

27 April 2014

𝙄𝙧𝙜𝙚𝙣𝙙𝙬𝙖𝙨 𝙞𝙨𝙩 𝙟𝙖 𝙞𝙢𝙢𝙚𝙧...

Kleines REDSTAR-Summary der letzten Wochen:

1. Ein KFZ-Sachverständiger hat den Bulli zwecks Wertermittlung unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist erfreulich, denn für das Fahrzeug hat der Gutachter einen Wiederbeschaffungswert von 11.800,- Euro ermittelt.

08 April 2014

𝙅𝙪𝙣𝙜𝙛𝙚𝙧𝙣𝙛𝙖𝙝𝙧𝙩 𝙢𝙞𝙩 𝙗ö𝙨𝙚𝙧 Ü𝙗𝙚𝙧𝙧𝙖𝙨𝙘𝙝𝙪𝙣𝙜 𝙖𝙗𝙚𝙧 𝙃𝙖𝙥𝙥𝙮 𝙀𝙣𝙙

Samstagmorgen und ich liege schon wieder lang unterm Bulli. Heute soll die Jungfernfahrt stattfinden - aber irgendwas klapperte während der Einstellungsfahrten schon seit zwei Wochen vorn rechts beim Befahren holpriger Strecken. Ich beschreibe das Klappern mal so: als ob der rechte Stoßdämpfer in einer seiner Befestigungen Spiel hat. Die Werkstatt untersuchte bereits die komplette Vorderachse und verdächtigte schließlich das Ersatzrad. Der Vorbesitzer des Fahrzeugs hatte nämlich einen unoriginalen 185er-Reifen in die Ersatzradmulde gelegt. An diesen Platz gehört jedoch ein 205er, denn nur der liegt dort formschlüssig und die nach unten wegklappende Stahlmulde sorgt in Verbindung mit einem Haken und einer 19er-Schraube für einwandfreien Sitz ohne Rappeln und Klappern.

29 März 2014

𝙂𝙚𝙨𝙘𝙝𝙞𝙘𝙝𝙩𝙚 𝙚𝙞𝙣𝙚𝙨 𝘽𝙪𝙡𝙡𝙞𝙩𝙮𝙥𝙚𝙣 - 𝘛𝘦𝘪𝘭 4

Totgeglaubte leben länger – Spirit and Myth of my Bullifeeling

oder: Erstens kommt es anders... und zweitens als man denkt











2012: Großer Zapfenstreich nach nur 19 Monaten für den wegen einer Kredit- und Medienaffäre in massive Kritik geratenen Bundespräsidenten Christian Wulff. 30 Tage später wird der parteilose Joachim Gauck von der Bundesversammlung zum elften deutschen Bundespräsidenten gewählt.

Die Europäische Union erhält den Nobelpreis für Frieden „für über sechs Jahrzehnte, die zur Entwicklung von Frieden und Versöhnung, Demokratie und Menschenrechten in Europa beitrugen“. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen ruft zum „Jahr der Fledermaus“ auf. Der Hirschkäfer ist "Insekt des Jahres" und die Dohle "Vogel des Jahres".

16 Februar 2014

𝘼𝙡𝙡𝙚𝙨 𝙛𝙧𝙚𝙪𝙩 𝙨𝙞𝙘𝙝 𝙪𝙣𝙙 𝙝𝙤𝙛𝙛𝙚𝙩, 𝙬𝙚𝙣𝙣 𝙙𝙚𝙧 𝙁𝙧ü𝙝𝙡𝙞𝙣𝙜 𝙨𝙞𝙘𝙝 𝙚𝙧𝙣𝙚𝙪𝙩*

Na, wie ist es Euch in den letzten vier Monaten ergangen? Schon sehr lange habt Ihr hier jedenfalls nichts mehr von mir und dem REDSTAR gelesen.

Doch das ist kein Wunder, ich hatte zumeist an den Wochenenden nämlich reichlich damit zu tun, den tornadoroten T3 wieder in ein ansehnliches Fahrzeug zu verwandeln.