๐—œ๐—ป๐˜๐—ฒ๐—ฟ๐—ฒ๐˜€๐˜€๐—ฒ ๐—ฎ๐—ป ๐˜„๐—ฒ๐—ถ๐˜๐—ฒ๐—ฟ๐—ฒ๐—ป ๐—š๐—ฒ๐˜€๐—ฐ๐—ต๐—ถ๐—ฐ๐—ต๐˜๐—ฒ๐—ป?

รœ๐—ฏ๐—ฒ๐—ฟ๐˜€๐—ฒ๐˜๐˜‡๐˜‚๐—ป๐—ด

14 Juni 2025

๐™† ๐Ÿณ๐Ÿฌ ๐™‹๐™›๐™ž๐™ฃ๐™œ๐™จ๐™ฉ๐™ฉ๐™ง๐™š๐™›๐™›๐™š๐™ฃ ๐™ž๐™ข รค๐™ชรŸ๐™š๐™ง๐™จ๐™ฉ๐™š๐™ฃ ๐™Žรผ๐™™๐™ฌ๐™š๐™จ๐™ฉ๐™š๐™ฃ ๐˜ฟ๐™š๐™ช๐™ฉ๐™จ๐™˜๐™๐™ก๐™–๐™ฃ๐™™๐™จ


Ready to start
Eine schlechte Nachricht eilte dem eigentlichen Pfingsttreffen voraus: dem Organisator und gleichzeitig
1. Vorsitzenden unseres K 70 Clubs, Ralf Knispel, ist am Ort des Treffens eine Netzhautablรถsung des linken Auges widerfahren. Er muss umgehend operiert werden - nur so ist es mรถglich, die Funktion des Auges zu retten. Wรคhrend wir von zuhause starten, wird diese Laser-OP bereits durchgefรผhrt. Ob und wie Ralf am Treffen teilnehmen kann und wird, ist fraglich.

A44 bei Kassel

Der Edersee ist von Osten her nahezu nicht erreichbar
Am Donnerstag den 5. Juni starten wir mit zwei Fahrzeugen zum diesjรคhrigen 39. Pfingsttreffen des
1. internationalen K 70 Clubs. Mein K 70 SICILIANO hatte durch seine zahlreichen technischen Zickereien der >>nahen Vergangenheit<< das Vertrauen meiner Gemahlin verloren. Deshalb entschied sie, zur Sicherheit unseren VW Bulli zu nehmen. Geplant war allerdings, SICILIANO vor unseren KIP-Wohnwagen zu spannen - das Vorhaben entfiel nun.

Fรผr einen Vauxpas im Umgang mit dem K 70 sorgte ich unbewusst selbst, denn ich hatte im Zuge einer groben Schludrigkeit wohl per Kanister ein paar (vielleicht drei bis fรผnf) Liter Diesel in den Tank gekippt. Dementsprechend rรคucherte mein K 70 wie eine Dampflokomotive. Nachdem dieser Fehler bewiesen und der Tank dann mit sauberem SUPER geflutet war, kehrte der Lauf und das Abgasverhalten des Motors langsam in einen normalen Rahmen zurรผck.
Nach dem nรคchsten Tanken hinter Kassel lรคuft der Motor schlieรŸlich "wie geschmiert". Per Autobahn vorbei an GieรŸen, Frankfurt, Darmstadt und Heidelberg, lernen wir nach einem Besuch bei Mc Donald's die zwei befreundeten Wohnmobilisten Kay und Thomas kennen.
Kay spricht mich an und erzรคhlt, dass er 1976 von einem Bekannten einen VW K 70 ausgeliehen hatte und sie zu viert damit nach Spanien gereist seien. Wie sich spรคter herausstellt ist Kay aus Hamburg im sozialen Bereich und Pfarrer tรคtig und Thomas aus Wuppertal als Anรคsthesist. Beide sind momentan auf der Reise nach Sรผdfrankreich. Fรผr die nรคchste Nacht suchen sie einen vernรผnftigen Wohnmobilstellplatz - das trifft sich gut, denn auch wir haben bereits eine solche Mรถglichkeit im wenige Kilometer entfernten Bruchsal als Ziel. Vom Zeitablauf passt es gut, dass die Beiden noch bei Mc Donald's einkehren wollen, wรคhrend wir bereits zur Weiterfahrt starten. Wir vereinbaren also mit ihnen, den angesteuerten Wohnmobilstellplatz in Bruchsal zu sichten, die freien Stellmรถglichkeiten zu checken und anschlieรŸend per Telefon Bescheid zu geben.

Eine halbe Stunde spรคter stellen wir unsere Fahrzeuge dort ab und geben durch, dass noch ausreichende Plรคtze zur Verfรผgung stehen und der Platz offenbar sehr neu sowie sehr gut zu sein scheint. Eine weitere halbe Stunde spรคter parkt das Wohnmobil der Beiden neben uns ein.


Freunde der Nacht... Kay und Thomas... Kay links auรŸen...

... und Thomas rechts auรŸen
Am nรคchsten Morgen laden uns Kay und Thomas zu sich ins Wohnmobil ein. Schnell stellen wir fest, dass wir uns gegenseitig mit unseren Lebensgeschichten bestens unterhalten kรถnnen. So sitzen wir dort und unterhalten uns viel zu lange, bis wir uns auf die letzte Etappe unserer Reise ins Dreilรคndereck aufmachen.

Das Wetter zeigt sich allerdings von einer รผblen Seite - zeitweise regnet es wie aus Kรผbeln. AuรŸerdem kommen wir auf der A5 immer wieder in stockenden oder sogar stehenden Verkehr. Die gestrigen fast 500 Kilometer waren geradezu angenehm, die heute restlichen 200 Kilometer sind gelinde gesagt katastrophal.
Dennoch erreichen wir noch rechtzeitig vor Eintritt der Dunkelheit den gebuchten Campingplatz in Kandern, einem kleinen Stรคdtchen im sรผdwestlichen Schwarzwald. Dort richten wir uns campingmรครŸig wohnlich ein, werden von freundlichen Mitcampern herzlich begrรผรŸt und verschwinden alsbald im Bett. Vorher muss ich jedoch noch im eigenen Interesse ein Versprechen einlรถsen: da SICILIANO's Motor ja vor wenigen Wochen >>komplett revidiert<< wurde, habe ich nun den Auftrag, die Zylinderkopfschrauben mit dem eigens dafรผr mitgebrachten Drehmomentschlรผssel auf 90 Nm nachzuziehen.


Herrichten fรผr die Nacht

Schrauben auf dem Campingplatz - watt mutt, datt mutt!
Am Samstagmorgen sind wir etwas gerรคdert, denn die ganze Nacht hat der Regen auf unser Autodach geprasselt. Dennoch treffen wir pรผnktlich am vereinbarten "Landhotel & Restaurant Tanne" in Fischingen ein. Natรผrlich unschwer zu erkennen an vielen VW K 70. Im Moment unserer Ankunft verlรคsst ein roter K 70 den Parkplatz hinter dem Restaurant. Zunรคchst ist an dieser Situation nichts auffรคllig. Doch im nรคchsten Moment erkennen die Teilnehmer dieses Treffens, dass auf dem Platz, an dem der rote K 70 eben noch stand, jetzt sehr viel schwarzes ร–l in Richtung eines nahen Gullis fliesst. Beim nรคchsten Blick ist auch auf der regennassen StraรŸe zu erkennen, dass sich hier ร–l befindet.

Lukas spendiert seinen Kapuzenpulli

Ungewollte Farbpracht auf der StraรŸe
Damit das ร–l nicht in die Kanalisation gelangt wird ein zusammengerollter Kapuzenpulli als ร–lsperre umfunktioniert. Doch am Ende ist nicht zu vermeiden, dass hier Profis ran mรผssen - die Feuerwehr wird gerufen... und erscheint auch recht flink. Weil sich der Tross der K 70 fรผr die erste Aktion des Treffens in Bewegung setzt, erfahre ich nicht, wie dieser Einsatz weiter verlief. Fest steht nur, dass sich ein kleiner Alustopfen aus dem ร–lkanal des roten K 70 gelรถst hatte und sich somit die komplette ร–lfรผllung รผber die StraรŸe ergossen hatte. Der Alustopfen ist wieder eingesetzt worden, das Motorรถl wurde wieder aufgefรผllt und der K 70 folgte dem K 70-Konvoi wieder.

Wir finden uns jedenfalls, erneut bei Regen, auf dem Parkplatz vor dem "Musรฉe National de l'Automobile" in Mulhouse/Frankreich ein. Nach Aussage des Museums beherbergt es die schรถnste Autosammlung der Welt mit รผber 450 auรŸergewรถhnlichen Fahrzeugen. 1957 kauften die Gebrรผder Schlumpf (daher der Zweitname "Collection Schlumpf") eine alte Wollspinnerei, in der sie einige Jahre spรคter ihre gesamte Sammlung unterbrachten. Meine Fotos sprechen (hoffentlich) fรผr sich:






Diese Dropflag ist nach meinem Entwurf entstanden:
es ist nun das erste Mal, das ich das fertige Kunstwerk
in der Hand halte.










 

Nach dieser Besichtigung geht es zu "Kaisers Gute Backstube" nach Ehrenkirchen, wieder rechtsrheinisch sowie am Schwarzwald, knapp 24 Kilometer Luftlinie entfernt vom mit 1.493m hรถchsten Berg des Schwarzwaldes, dem Feldberg. Da es zwischendurch immer wieder regnet, finden viele angeregte Gesprรคche bei Kaffee und Kuchen im Innenbereich statt. Auch Ralf Knispel ist inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen und leistet uns Gesellschaft.

Kurz vor Schluss finden sogar ein paar spรคrliche Sonnenstrahlen ihren Weg auf den Parkplatz mit den vielen bunten K 70. Und prompt sammeln sich viele Teilnehmer dort zur Unterhaltung.

Am Abend findet ein Abendessen im "Brauhaus" der Brauerei Lasser in Lรถrrach statt. Dazu mussten wir vorab das Essen auswรคhlen. Die Preise hier im Sรผdwesten Deutschlands sind gesalzen, es schmeckte aber sehr gut.

Kurz vor 22:00 Uhr sind wir zurรผck auf unserem Campingplatz in Kandern - gerade noch rechtzeitig, denn ab 22:00 Uhr bleibt die Schranke an Ein- und Ausfahrt geschlossen.

Der Sonntagmorgen beginnt wieder mit einem Treffen am "Landhotel & Restaurant Tanne" in Fischingen. Da der Abfahrttermin vorgezogen wurde (warum eigentlich?) stehen wir nur zehn Minuten zu spรคt allein vor dem Hotel. Wo sind die Zeiten geblieben, bei denen man vor einer Ausfahrt noch gemรผtlich an den Autos gestanden und sich ein bisschen unterhalten hat? Wo sind die Zeiten geblieben, bei denen man noch ausgedehnte Konvoi-Fahrten mit den K 70 unternommen hat?

Pรผnktlich parken wir kurz darauf zwischen den anderen K 70 auf dem Parkplatz des "Vitra Design Museums" in Weil am Rhein. Hier kommt es zur Aufstellung fรผr ein Gruppenfoto.

Alsdann kann sich jeder auf dem Gelรคnde und in den Ausstellungshallen umsehen. Ich inspiziere erstmal, ob der 30m hohe Aussichtsturm und die integrierte Rutsche nutzbar sind. Ergebnis: sind sie nicht! Es ist alles verschlossen und mit massiven Vorhรคngeschlรถssern versperrt. Etwas enttรคuscht schlendere ich durch die schรถn angelegte Gartenanlage. Auch Bienenvรถlker gibt es hier.

Alles verrammelt und verschlossen!
Es fรคngt mal wieder an zu regnen - ich entschlieรŸe mich daher, im VitraHaus Schutz vor dem Nass zu suchen. In der Cafeteria finde ich auch meine Gattin. Sie wartet dort darauf, dass ich meinen Rundgang beende.

Showtreppe fรผr El Gigante

Wer heisst so? ... freiwillig?
SchlieรŸlich setze ich mich noch ein bisschen zu Olivia, Kurt, Franz und Johann an den Tisch in der Cafeteria, bevor wir gemeinsam zu den Autos zurรผckkehren.

... wรคhrend "die Anderen" durch Basel tingeln (Blick vom Mรผnsterturm รผber die Stadt, Foto: Mario Niffeler)
Da das Wetter weiterhin grau, trรผbe und regnerisch ist, entscheiden wir uns, den nรคchsten Punkt der Tagesordnung "Rundgang in Basel" auszulassen, da auch die Aufenthaltsdauer und der Zeitpunkt der Rรผckfahrt selbstbestimmt ist.Stattdessen treffen wir uns mit unseren Kindern und ihren Freunden im urigen "Cafe Schwalbenรคscht" in Lรถrrach. 

Dieser Boschdienst hat >>vor neun Jahren<< fรผr eine neue...

... Lichtmaschine in unserem REDSTAR gesorgt!

... in Lรถrrach entdeckt

Vorm "Cafe Schwalbenรคscht"

Dort beschlieรŸen wir an eine besondere Location am Rhein zu fahren, die die Gruppe am gestrigen Tag gefunden haben, Dazu fahren wir ca.35 Kilometer rheinabwรคrts. Genau genommen kommen wir รผber die ZollstraรŸe an den "Ausstieg GriรŸheim". Bei Niedrigwasser kรถnnte man an dieser Stelle sicherlich den Rhein mit dem Fahrzeug durchqueren - doch heute herrscht dort eine ordentliche Strรถmung und am Ende fahren wir mal gerade mit den Hinterrรคdern ins Wasser. So kรถnnen wir wahrheitsgemรครŸ behaupten, mit dem K 70 nicht nur am, sondern sogar im Rhein gewesen zu sein. Was ist dagegen schon ein Spaziergang durch Basel?

Ein paar schรถne Fotos entstehen, auch die anwesenden Golf-Cabrio-Fahrer trauen sich, ihre automobilen Lieblinge mit dem Rheinwasser Kontakt aufnehmen zu lassen.


Da drรผben, auf der anderen Seite ist รผbrigens Frankreich... 

... die Grenze verlรคuft genau in der Mitte des Rheins

SICILIANO war nicht nur am Rhein...

... er war sogar drin!

Als Tagesabschluss steht wieder ein Abendessen an. Diesmal trifft sich die K 70-Gemeinde im bereits bekannten "Landhotel & Restaurant Tanne" in Fischingen. Aufgrund der vorab zu entscheidenden Essensauswahl und der so offenbarten happigen Preise, treten wir von der Teilnahme zurรผck. So findet unser Abendbrot leider ohne die Gesellschaft der K 70 Club - Mitglieder dann auf unserem Campingplatz statt.

Fรผr gute Gesprรคche fahren wir schlieรŸlich spรคter nach Fischingen ins Restaurant. Dort vernehmen wir jedoch allgemeine Verรคrgerung รผber die schlechte Organisation und Bedienung des Restaurants. Da wir lediglich etwas trinken und uns unterhalten wollen, werden wir zwischen die Essenden gesetzt... zum Trinken erhalten wir jedoch nichts, es kommt nichtmal jemand und fragt, was wir trinken wollen.


So verlassen wir schlieรŸlich unverrichteter Dinge die Veranstaltung, nicht ohne uns von allen anwesenden Teilnehmern fรผr dieses Treffen herzlich zu verabschieden. Denn bei der morgigen Rundfahrt durch das Elsass und dem Besuch von Colmar werden wir nicht mehr dabei sein. Auf unserem Plan stehen noch Besuche in Wangen bei Gรถppingen, Osterburken (Neckar-Odenwald-Kreis) und im Westerwald.

Auch an diesem Abend sind wir jedoch wieder kurz vor 22:00 Uhr auf unserem Campingplatz.

Abrรคumen, aufrรคumen...

... und wech!
Damit nun niemand traurig sein muss, weil wir ja am nรคchsten Morgen (Pfingstmontag) nicht mehr an der Ausfahrt durchs Elsass und nach Colmar teilgenommen haben, gibt es hier zum Ausgleich wenigstens ein paar Fotoimpressionen: 

Elsass & Colmar (bei erstaunlich gutem Wetter!)
Fรผr uns beginnt dieser nรคchste Morgen erstaunlicherweise mit blauem Himmel und Sonnenschein. Uns hรคlt das dennoch nicht davon ab, unser Lager auf dem Campingplatz in Kandern - wie geplant - abzubauen. Wenig spรคter sind wir quer durch den Schwarzwald unterwegs - unter anderem รผber den Feldbergpass und vorbei am Titisee, Villingen-Schwenningen, รผber die A81 vorbei am Mercedes-Werk Sindelfingen und schlieรŸlich nach Gรถppingen. Dort sind schon gestern, nach ihrer Teilnahme am Pfingsttreffen, auch meine Tochter Sandra, ihr Lebensgefรคhrte Tobias, Freundin Lisa, Freund Eike und meine fรผnf Enkelsรถhne in ihrem Crafter (mit zwei Dachzelten) eingetroffen. Hier erleben wir - endlich mal - einen durch und durch sommerlichen Tag.

Schattiges Plรคtzchen in Wangen (bei Gรถppingen)

Sommerliche Betriebsamkeit

Siehe da: versteckt in der Garage...

... ein Limited Last Edition

Die "320" soll irgendwann wieder auf die StraรŸe!
Am Mittwoch brechen wir auf Richtung Osterburken, keine 30 Kilometer nordรถstlich von Neckarsulm. Dort wohnen Angie und Wolfgang Bittner. Wolfgang hatte mir die Rรผckbank seines K 70 angeboten. Die mรถchte ich abholen und zeitgleich die Beiden besuchen. Wir รผbernachten im Bulli vor ihrem Haus und finden in den Beiden brillante und angenehme Gesprรคchspartner - auch wenn den Baden-Wรผrttembergern ("Wir kรถnnen alles - auรŸer Hochdeutsch!") manchmal verbal schwierig zu folgen ist.

Bei Bittners in der Einfahrt: eine Rรผcksitzbank wechselt den Besitzer
Unsere nรคchste Etappe geht schlieรŸlich in den 170 Kilometer (Luftlinie) gelegenen Westerwald. Nachdem wir in Lahnstein am Rhein beim Globus eingekauft haben, wollen wir dort auf dem Campingplatz รผbernachten.

Doch auf dem Weg dorthin lรคuft SICILIANO aus heiterem Himmel und bei Stadtgeschwindigkeit plรถtzlich nur noch auf drei Zylindern. Das fรผhlt sich genau so an, wie >>damals<<, als das Auslassventil des zweiten Zylinders aufgrund zu magerer Vergasereinstellung kurzerhand verbrannt ist. Ich ahne Schlimmes! Denn auch der momentan verbaute Vergaser hat noch keine professionelle Hand gesehen. Allerdings hat seine Einstellung immerhin bei dieser Tour bereits beanstandungslose 1.600 Kilometer geleistet. Meister Rodenberg ist telefonisch "not availible at the moment". So quรคlt sich SICILIANO also mรผhsam auf drei Pรถtten die L309 durch die Waldschlucht nach Hillscheid empor. Ich fahre mit dem defekten Motor jedenfalls nicht am K 70 Kompetenzzentrum vorbei und dann noch weitere 350 Kilometer bis nach Hause... um dann hinterher wieder in den Westerwald zurรผck zu trailern. Das wรคre doch totaler Blรถdsinn.

So stranden wir schlieรŸlich bei Peter's Mutter und seinem Bruder Hans-Werner nur wenige Kilometer weiter in Hรถhr-Grenzhausen. Meine Laune ist am Boden. Alle wichtigen Dinge lade ich vom K 70 in den Bulli um. Dabei habe ich noch nicht ein Mal unter SICILIANO's Motorhaube geschaut. Den Deckel aufmachen und ahnungslos dumm herumgucken kann ja nicht schaden. Also: auf das Ding... und nochmal den Motor laufen lassen. Ich mache ein Video vom unrunden Motorlauf...

Finde den Fehler!

Ich glaub das nicht!๐Ÿ˜ก
Erst als ich fรผr meine รผbliche Dokumentation auch noch ein Foto machen will, fรคllt mir das komische "Loch" in der Zรผndverteilerkappe auf, unmittelbar darauf auch das nutzlos in der Gegend herumbaumelnde Zรผndkabel. Augenblicklich entfรคhrt mir ein "ICH GLAUB DAS NICHT!" Zรผndkabel wieder reingesteckt, nochmal auf festen Sitz gecheckt, Motor wieder angelassen... und er lรคuft einwandfrei! Ich erlebe einen Moment absoluter Fassungslosigkeit und im nรคchsten Moment ein unbeschreibliches Glรผcksgefรผhl. Ich fahre direkt einmal um den Block - alle Sorgen sind wie weggeblasen!

Trotzdem kommt die Frage auf: wie kann das Zรผndkabel einfach so aus der Kappe fliegen? Da ist doch gar kein Druck drauf. Oder ist ein Zรผndfunke allen Ernstes in der Lage fรผr soviel Vortrieb zu sorgen, dass das Zรผndkabel da rausstartet? Ich bin mir sicher: SICILIANO will mich immer noch รคrgern. Diese Aktion ist mal wieder Beweis dafรผr, dass alte Autos eine Seele haben - ganz sicher!
Nachdem ich alle Sachen wieder in den K 70 zurรผck geladen habe und wir eine geruhsame Nacht verbrachten (ich brauchte mir ja den Kopf nicht mehr zu zerbrechen), machen wir uns am nรคchsten Morgen auf die letzte Etappe nach Hause. Diese 350 Kilometer lรคuft SICILIANO absolut ohne Zickereien.

Im Nachhinein stelle ich fest, dass er zu Anfang unserer 2.088 Kilometer langen Pfingsttour etwa 9,9 Liter verbrauchte und bei der letzten Distanz bei etwa 8,5 Litern lag. Irgendwann wird doch alles gut!


Wohlbehalten zuhause angekommen!


Um ganz zum Schluss einfach nochmal auf das Thema zurรผck zu kommen, mit dem dieser lange Beitrag einst begann:

der Organisator dieses 39. Pfingsttreffens des
1. internationalen K 70 Clubs und gleichzeitig der
1. Vorsitzende des Vorstands, Ralf Knispel (rechts), ist - wie man auf dem Foto sieht - nach seiner Laser-OP auf dem Weg der Genesung. Er muss zwar sein Auge noch schonen, aber irgendwann wird auch er diesen Blogbeitrag รผber das Treffen lesen kรถnnen.

Wรผrdig vertreten wurde er รผbrigens durch Andreas Faulhaber (links), der sonst im Vorstand des Clubs fรผr die Finanzen zustรคndig ist.

Beiden wurden von Hubert Kainz (Mitte) im Namen aller Teilnehmer herzlich gedankt!

Keine Kommentare:

Kommentar verรถffentlichen