Freitag, 20. Mai 2011

Ja, ich war Bundeswehrsoldat, ein toller Typ... Teil 2

Flieger Kernke, zum Zugsprecher ernannt
Nachdem wir uns, so gut es ging, in der Eggerstedt-Kaserne eingerichtet und profiliert hatten, kam ich in den Genuss, vom Zug zum Sprecher ernannt zu werden.

In dieser Eigenschaft erlaubte ich mir z.B. eine "Hitliste" sämtlicher für uns verantwortlicher Ausbilder zu organisieren. Diese Wahlliste hängte ich dann auf die Innenseite einer Toilette unseres Zuges mit dem Hinweis, dass sie am Ende der Ausbildung von mir ausgewertet und persönlich beim Spieß abgeliefert werde, damit der mal ein Feedback über seine Leute erfahre. Ich bat weiterhin um Ehrlich- und Sachlichkeit der Votenden und wies darauf hin, dass aufgrund der anonym durchgeführten schriftlichen Befragung ja keinerlei Rückschlüsse möglich seien und daher mit keinem Risiko zu rechnen sei. Alle Kameraden erfuhren von dieser Bewertungsmöglichkeit und ihrer Abgabe in gut zwei Monaten.


Schnell ergab sich ein gesteigerter Bedarf dieser Liste.

Puck die Stubenfliege - Ähnlichkeit mit einem StUffz
Leider war kein Bild des Betreffenden aufzutreiben.

Ich hatte bei meiner Idee des Votings sowieso schon einen persönlichen Kandidaten im Blick. Ein mir in der Körpergröße reichlich unterlegener Stabsunteroffizier spielte sich regelmäßig als wirklich fieser Wadenbeisser auf. Sein ewiges Gekläffe wurde langsam langweilig.

Doch es kam der Tag, an dem ich eine Chance erkannte, ihm zu demonstrieren, welch kleines Licht, welch kleiner Wicht, er wirklich war. Dass soetwas auch ins Auge gehen könnte, war mir wohl bewusst, aber egal – was hatte ich zu verlieren?

Da der kleine, nahezu glatzköpfige, StUffz (dessen Namen ich heute nicht mal mehr genau weiß, ich meine er hieß Novak) eine riesige selbsttönende Brille trug, sah er meist aus wie Puck, die Stubenfliege aus der Trickfilmserie „Die Biene Maja“. Deshalb nannte ich ihn (natürlich nicht in seinem Beisein) „StUffz Fliege“.

High Life: Mit Waffen auf der Stube
Am Morgen eines bestimmten Tages wurden unsere Gewehre ausgegeben. Jeder Soldat ist verpflichtet, auf sein Gewehr aufzupassen, als sei es sein Augenlicht! Selbst sorgloses Herumstehenlassen in der verschlossenen Stube wird mit einem ordentlichen „Anschiss“ geahndet. Über die Lautsprecheranlage ertönte die Durchsage zum Antreten im Hof. Wobei die Feinheiten der so kund getanen Information von eklatanter Wichtigkeit waren. Alle schnappten nämlich ihre Gewehre und rannten damit in den Hof. Doch niemand hatte etwas von den Gewehren gesagt!

Da ich den menschlichen Herdentrieb hasse, schloss ich mein Gewehr seelenruhig in den Spind und latschte vor den schon wartenden Kameraden an meinen Platz in der Spitze des Zuges. „StUffz Fliege“ erschien und bemerkte natürlich sofort das Fehlen meines Gewehrs.

Erwartungsgemäß ging er in die Luft, wie das HB-Männchen aus der Zigarettenwerbung. Die kleine Stubenfliege bekam einen hochroten Kopf, blähte sich auf wie ein Frosch, seine Brille beschlug (glaub' ich) von hinten, es spritzte beim Schreien und dann fing der mickrige StUffz an, wie ein Springball vor mir zu hüpfen. Ich musste mir mühsam das Lachen verkneifen!
StUffz Fliege geht ab!


Es war nur zu klar, was „StUffz Fliege“ ahnte. Es wäre sicher ein innerlicher Vorbeimarsch für ihn gewesen, hätte er mein Gewehr mutterseelenallein in der womöglich auch noch unverschlossenen Stube vorgefunden. Konnte er aber nicht! Was ihn widerum mächtig ärgerte. Obendrein musste er sogar noch zugeben, dass bei der Durchsage das Thema Gewehr in der Tat vergessen wurde – ich somit als Einziger richtig zugehört und gehandelt hatte. Wir sollten trotzdem verständlicherweise nie gute Freunde werden.
Ausbilder-Hit-Liste auf dem Klo - 
von innen an der Tür, 
beim Sitzen in Augenhöhe
Natürlich war diese kleine Ausbilder-Fliege nicht nur mir ein Dorn im Auge. Und das präsentierte am Ende auch ausdrucksvoll die „Ausbilder-Hit-Liste“. „StUffz Fliege“ schoß dabei den Vogel ab. Mit respektablem Vorsprung war er der bei unserem Zug unbeliebteste Ausbilder. Und dieses Ergebnis überreichte ich dem sehr überraschten Spieß zum Schluß tatsächlich. Dabei war mir egal, ob er diese Information irgendwie verwenden konnte oder nicht. Mein kompletter Zug hatte einfach ein sehr eindeutiges Urteil abgegeben und seinen Unmut der vergangenen drei Monate auf einem einzigen DIN-A4-Blatt ausgedrückt. Ich sah mich als Zugsprecher verpflichtet, unseren Spieß dieses Fazit wissen zu lassen – was dieser sogar mit gebührlichem Interesse zur Kenntnis nahm.
Hm - lecker EPa
Entgegen vieler negativer Meinungen konnte ich nicht über das Essen bei der Bundeswehr meckern. Mir schmeckte eigentlich alles. Das hängt sicherlich damit zusammen, dass ich von Haus aus nicht unbedingt verwöhnt bin. Selbst die bei den Meisten so verhasste EPa (Einmannpackung) fand ich durchaus akzeptabel (vorausgesetzt sie gab’s nicht dauernd!). Okay – die Hartkekse (Panzerplatten) brannten tatsächlich heftig rußend (ich möchte nicht wissen, wie ein Bic Mac brennt, wenn er brennt!).
BKP = Bundeswehr-Kartoffel-Pampe

Das Einzige, was ich seit meiner Bundeswehrzeit kategorisch ablehne, ist Kartoffelbrei. Irgendeiner meiner Kameraden kam auf die wahnwitzige Idee, diesen geschmacklosen, ekligen „Natokitt“, der eindeutig nur lieblos in Wasser aufgerührt war, als Ausdruck seiner Ablehnung mit einem Löffel unter die etwa 5 Meter hohe Decke des Kantinengebäudes zu katapultieren. Am Ende der Grundwehrdienstzeit klebte dort oben eine dicke Kartoffelpampeschicht. Über ihre Konsistenz nach Jahren möchte ich nicht nachdenken müssen. Es tut mir seitdem immer sehr leid, mit viel Liebe und Milch zubereitete Stampfkartoffeln abzulehnen. Sorry - der BUND ist schuld!
G3 - fast so alt, wie ich. 
Damit sollte man einen Krieg gewinnen?
In Pinneberg hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Waffe in der Hand. Mein G3-Sturmgewehr von Heckler & Koch war nur zwei Jahre jünger als ich. So sah es auch aus, so fühlte es sich auch an. Damit sollte man einen Krieg gewinnen können? Nach schier unendlichen Einweisungen sollten wir auf einem BW-Schießstand unsere erste 7,62mm Munition in das Ziel bringen. Es dauerte geraume Zeit, bis ich endlich verstanden hatte, wohin ich genau zielen musste, um sicher die Mitte zu treffen. Nach Angabe des Schießaufsicht führenden Offiziers war der Lauf meiner Waffe krumm.
Walther P1 für Schimanski
Ordentliche Ergebnisse von Flieger Kernke
Beachtlichere Erfolge hatte ich dagegen mit der Walther P1. Die Kameraden nannten mich deshalb „Schimanski“. Mir gefiel die Handlichkeit dieser Pistole. Und die legere Haltung beim Schiessen.

Zugegebenermaßen hatte ich Spaß, auf Pappscheiben zu schießen. Doch ich könnte nie im Leben auf Menschen zielen, geschweige denn schießen. Und im weiteren Sinne schon erst recht nicht als zur Wehrpflicht Gezwungener im Auftrag irgendwelcher geschwätziger Politiker, die eh ihr Mäntelchen immer nur nach dem Wind drehen. Daher lag es mir auch fern, aktiv an der anstehenden Vereidigung teilzunehmen. Mir wäre der Satz „Ich gelobe, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“ nicht über die Lippen gekommen – und hätte ihn schon gar nicht so laut über den Exerzierplatz gebrüllt, wie es meine Kameraden dann bei der pseudo-feierlichen Zeremonie machten. „Treues Dienen“ musste ich wohl 15 Monate lang über mich ergehen lassen, aber zur „tapferen Verteidigung“ konnte mich niemand zwingen. Ich glaube, ich sah dieses Versprechen damals ernster, als es in Wahrheit ist.
My way to no Vereidigung
Jedenfalls fand ich einen legitimen Weg, um diesem euphorisierenden Akt zu entgehen. Nach einem mehrtägigen Manöver, das einige Tage vor der Vereidigung stattgefunden hatte, befiel mich eine fiebrige Bronchitis. Das war eigentlich kein Wunder, denn damals mussten sich alle Rekruten auf Befehl des Kompaniechefs bei Minusgraden im Freien mit bloßem Oberkörper waschen (ihm und den anderen Offizieren stand übrigens ein mit Propangas beheiztes Zelt zur Verfügung!). Die Sanitätsstaffel hatte anschließend natürlich gut zu tun!
Endlich mal 'ne coole Action: 
Hubschrauber bringen uns ins Manöver


Der erste Heli landete auf dem Sportplatz
der Eggerstedt-Kaserne in Pinneberg

StUffz Fliege wollte nicht, dass ich in der Maschine
fotografiere - der Pilot, ein HFw - Hauptfeldwebel - 
hatte es mir zuvor jedoch schon erlaubt. 
PP = Pech für Puck

Bei dieser Übung passierten übrigens noch ein paar andere erwähnenswerte Dinge. Wir wurden nämlich mit Hubschraubern vom Kasernensportplatz abgeholt und auf einem Truppenübungsplatz nur etwa zwanzig Flugminuten nordwestlich ausgesetzt.

Dort spielte man mit uns dann „Krieg“. Es wurde mir aufgetragen, mich zu tarnen und zu verstecken. Mir kam in den Sinn, dass wir uns ja auf einem Truppenübungsplatz befanden und daher bestimmt schon viele Soldaten vor mir diese Aufgabe meistern mussten. Ich brauchte also nur nach ihren Spuren suchen und diese entsprechend nutzen.

Prompt fand ich ein gut drei Meter tiefes Loch im Waldboden. Mit einigen Zweigen der umherstehenden Kiefern deckte ich mein Versteck ab, kletterte hinein und verhielt mich die folgenden Stunden, wie befohlen, mucksmäuschenstill. Es war so ruhig dort unten, dass ich schließlich einschlief.

Irgendwann, Stunden später, wachte ich auf, es wurde bereits dunkel. Vom Schlaf noch ganz benommen kletterte ich aus der Deckung und machte mich auf den Weg zum Camp. Dort empfing man mich sehr überrascht, denn man hatte mich angeblich stundenlang gesucht – und die Suche schließlich ziemlich frustriert bald eingestellt. Selbst der Spieß musste gestehen, dass meine Tarnung wohl perfekt gewesen sein musste.
Ich hatte mir aus Stöcken und Farn einen bequemen
Waldsitz gebastelt
Lanzer-Romantik
Mein Erfindungsreichtum sprang
auf die Kameraden über:
unser Hut... äh... Helmständer

Albernes Kriegsspiel. Man achte auf die
rechte Hand des sehr motivierten Soldaten, 
der mit Stiefeln tritt... 

Die folgende Nacht veranstaltete das Regiment eine Übung. Meine Kameraden waren ganz heiß auf das Schießen – wohlgemerkt mit Übungsmunition, also nur Platzpatronen. Sie ballerten wie die Wahnsinnigen zwischen den Sanddünen des Übungsplatzes herum. Sogar Panzer und Hubschrauber nahmen am Kriegsspiel teil.

Da ich mich noch nie an Kriegsspielen erbauen konnte, verspürte ich wenig Drang, mich die ganze Nacht am lächerlichen Mündungsfeuer durch das MPG meines G3 zu ergötzen. Kurz entschlossen begab ich mich deshalb ins Zelt und schlief trotz einer dämlich lärmenden Kriegsgeräuschkulisse fest ein.

Am nächsten Morgen war ich logischerweise umringt von ausnahmslos graugesichtigen, gähnenden Kameraden deren Stimmung noch mieser wurde, als es ans befohlene Gewehrreinigen ging.
Das kommt davon - wer rummballert muss auch putzen!
G3 in Reih und Glied
Vereidigung - wer's mag... mein Blick vom Fenster
unserer Stube
Marschmusik für die Vereidigten


Doch zurück zur Vereidigung. Präventiv besorgte ich mir schon Tage vor der Vereidigung Behandlungstermine: Rotlichtbestrahlung der Nasennebenhöhlen, Inhalationstherapie der Atemwege, Dampfteilbäder etc. Einen dieser wichtigen Termine legte ich leider ausgerechnet in genau die Zeit, zu der sämtliche Kameraden im großen Dienstanzug aufgebretzelt zum Exerzierplatz marschierten um dort schließlich nach einer Stunde sinnlosem Herumgestehe (und Umgefalle) Stein und Bein zu schwören. Wer's braucht!

Früh zurück vom Lazarett beobachtete ich am Fenster unserer Stube das Spektakel. Wie erwartet und angekündigt spielte ein Luftwaffenmusikkorps auf und irgendwelche Bürgermeister, Landräte und Politiker ergossen ihren üblichen, nichtssagenden Redeschwall über alle Beteiligten.

Den schon erwähnten Schwur brüllten die Kameraden dann so laut, dass es zwischen den Gebäuden der Eggerstedt-Kaserne nur so hallte. So klingen die Helden von morgen! Die darauf folgende Deutsche Nationalhymne schaffte akustisch dagegen kaum die knapp 100 Meter Luftlinie zu meinem Fenster. Und das alles ohne mich!

Und tschüss!





Wenig später endete unsere Grundwehrdienstzeit in der Eggerstedt-Kaserne Pinneberg. Bei einer aufregenden Bekanntmachungsaktion wurden die zukünftigen Stammeinheiten bekannt gegeben. Einige Kameraden traf es hart, sie wurden weit von zu Hause entfernt stationiert. Doch ich hatte Glück. Meine neue Adresse war das Flugabwehrraketenbattaillon 25 im nur 12 Kilometer von zuhause entfernten Barnstorf. So verstreuten sich die inzwischen vertrauten Kameraden in alle Himmelsrichtungen.
Kartoffelbreikatapult
Übrigens: das Luftwaffenausbildungsregiment 1 wurde am 30. Juni 1988 (genau drei Jahre nach uns) aufgelöst. Die Eggerstedt-Kaserne schloss man am 25. Juni 2003 im Zuge von Rationalisierungsmaßnahmen mit einem großen Zapfenstreich. Um das brachliegende Gelände streiten sich seitdem der Bund, Regionalpolitiker und Pinneberger Bürger. Laut der ansässigen Presse steht dort die Zeit still. Das 37 Hektar große Gelände gleiche inzwischen einem Stadtpark: es brüten dort sogar seltene Vögel. Für 3,55 Millionen Euro soll dieses Idyll zu haben sein. Inklusive diversen Kartoffelbreies an der Decke der Kantine.
Die Eggerstedt-Kaserne HEUTE

Die Eggerstedt-Kaserne soll verkauft werden


Die Kantine heute - verlassen, leer!
Kantine auf dem Abstellgleis 
... könnte unser Block gewesen sein - ist wohl 
doch nicht abgerissen
Hier sind wir x-mal entlangmarschiert -
von April bis Juni 1985 
Auf dem Exerzierplatz lagern heute hunderte 
Opfer der Verschrottungsprämie
Meine Meinung:
Irgendwie die Zukunft - aber auch die Vergangenheit, oder?





Seit neuestem möchte dort ein Investor eine Fachklinik für Menschen mit psychischen Erkrankungen errichten. Ich enthalte mich vorsichtshalber einem sicherlich viel zu sarkastischen Komentar.


Doch ich berichte gern in einem weiteren Teil, wie es mir als Fernschreiber in Barnstorf erging.

Kommentare:

  1. Im Juli 1968 war ich auch in der Kaserne für 3 Monate.Es war ein heißer Sommer,und ein Reseveoffizier ließ uns in der Sonne schmoren bei einer Formalausbildung,die nicht nach seinen Wünschen ablief,bis die ersten aus den Latschen kippten.Der Sanitäter mußte kommen. Dafür bekam er vor der gesammten Mannschaft vom Hauptmann einen Einlauf.Das Essen fand ich auch klasse.Mit der P1 habe ich nicht ein einziges mal getroffen,hätte ich sie geschmissen,hätte es wohl geklappt.Dafür war ich bester Schütze mit dem MG.Wir hatten einen Oberleutnant der alten Garde,ein Haudegen,keine Kompromisse,keine Ausreden.Eine Kaserne weiter war eine Wachkompanie.Die hatten jede Nacht mindestens 3 Alarme.Wir natürlich auch alle raus.Dann lief der UvD wie ein aufgescheuchtes Huhn herum ,um uns wieder in die Betten zu bekommen.Am Ende der Grundausbildung wurde ich nach Wunsdorf versetzt,90km von zu Hause.Habe eben mal gegoogelt und gelesen das die Kaserne dicht ist.

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    1. Hallo,

      ja genau...wiedererkannt...lang, lang ist es her!

      Ich war vom 03.10.1977 (war damals noch kein Feiertag) bis Mitte Dezember 1977 zur Grundausbildung in Pinneberg als Fernschreiber (anschließend 1 Jahr in Münster/Westfalen).

      Untergebracht waren wir in dem ersten Unterkunftsgebäude nach dem Eingang auf der rechten Seite nach dem Unterrichtsgebäude. Uns gegenüber waren Funker untergebracht.

      Hinter unserem Gebäude war damals die Kleiderkammer und schräg gegenüber war die Kantine, wohin wir morgens nach dem Revierdienst in Kompanieform hinmarschierten.

      Mein Revierdienst war damals einen Abschnitt Straße hinter dem Gebäude vom Laub freizuhalten....und das im Herbst!

      Und an die "Kriegspielerei" im Gelände während einer 36-Std.-Übung (war arschkalt in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember) kann ich mich auch gut erinnern. Wenn der sogen. "V-Fall" eingetreten wäre, hätte man mit uns sowieso nix verteidigen können (an den Wochenenden sowieso nicht)...besonders albern war, wenn bei all dieser Knallerei der Kantinenwagen auftauchte und alle einfach aus ihren Gräben sprangen, um Frikadellen und Cola zu odern...aber lustig wars allemal... ;-)

      Im Nachhinein betrachtet war es eigentlich ein schöner Abschnitt in meinem Leben. Im letzten Jahr war ich nochmal in Pinneberg; das Kasernengelände konnte ich allerdings nicht betreten. Die Fotos hier haben einige Erinnerungen bei mir hochkommen lassen. Komisch, dass man dabei richtig wehmütig wird. Ich war 19 damals...

      Kann sich jemand noch an die Disco erinnern, die nicht allzuweit entfernt von der Kaserne lag und die man bei Wochenendbereitschaft schon mal besuchte?

      Gruß aus Bochum

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    2. Hier gibts was Neues zur Zukunft des Kasernengeländes:
      http://mobil.abendblatt.de/region/pinneberg/article113650698/Aus-der-Kaserne-wird-die-Parkstadt.html

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  2. Das waren noch Zeiten. Ich war von 1972 - 1976 in der 5. Kompanie. Unser Spieß : Sigi Danowski. Mein Zimmerkamerad : Peter Nitsch aus Dortmund. Regiments-Boss: Oberst Siegfried Wandel. Damals waren viele HSV-Fusballer dort stationiert. U.a. Manfred Kaltz, Caspar Memerin, Peter Hidien, Edgar Nobs, Rudi Kargus ...u.v.m. Aus dieser Zeit liegen mir noch reichlich Fotos und Super-8-Filme vor. Suche ehemalige Kameraden aus dieser Zeit.
    Stabsunteroffizier Reinhold Pilz E-Mail: reinholdpilz@yahoo.de
    ( ehemals 5. Kompanie LAR 1 Eggerstedt-Kaserne Pinneberg )

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    1. Mensch Reinhold...das waren wirklich noch Zeiten! Hauptmann Schulz, Kompaniechef, Lt. Christian, Kompanieoffizier! Uffz v. Jewtuschenko??? und dann ich auch noch.....Uffz Christoph Becker! Legendär die Abende/Nächte in der "Grotte"! Und Du als das grosse Fussball Talent vom FC St.Pauli!!!
      becker49@web.de

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    2. Hallo, ich habe von April 1971 - Dezember 1972 ind 8. LAR 1 "gedient"....zunächst als Rekrut und anschliessend noch als "Stelli" und auch als Gruppenführer. Mein Spieß war HptWF Lontzek (wer kennt ihn nicht) ...und der Kp-Chef war Hptm. Froese. Danach war ich Ausbilder an OffzSchule der LW in Fürsti und anschließend in Roth bei Nbg.! .....nach 4 Jaher war dann Schluss...ich war StUffz und um 4 schöne Jahre reicher. In den folgenden zig Jahren habe ich jede Menge Wehrübungen absolviert und wurde 1998 als OFw d.R. ausgemustert! ...jaaaaa, das waren Zeiten!

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    3. Hauptfeldwebel Arthur Lontzek war auch in der Pinneberger Lokalpolitik als Bürgervorsteher
      bestens bekannt. Zwischen der 8. Kompanie und meiner 5. Kompanie herrschte eine große,
      sportliche Rivalität. Regelmäßig fanden Fußballspiele zwischen diesen beiden Kompanien
      statt, die oft erst in der Nachspielzeit ( Kantine ) entschieden wurden.
      StUffz Pilz reinholdpilz@yahoo.de

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    4. Hallo, ich bin Unteroffizier a.D.Horst-Dieter Judt und war vom 1.7.1073 - 30.6.1975 in der 7. Kompanie der Eggerstedt-Kaserne, also im Gebäude gegenüber, unser Spiess war Willi Kitzig, Chef Hptm.Heckmann und St. OLt. Douebler. Die genannten Fussballer vom HSV waren in den ersten Wochen der Grundausbildung teilweise in meiner Gruppe. Es war eine coole Zeit.

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  3. Gruß nach Bochum. Die Disco in Pinneberg hieß : Carina Bar ( oder so ähnlich )
    Stuffz Reinhold Pilz

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    1. Genau: Carina-Bar! ;-) Danke für den Hinweis...

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    2. Hallo Stuffz Reinhold Pilz,

      schau doch mal hier: http://www.geschichtsspuren.de/forum/post161628.html#161628
      und stell deine Bilder mal dort ein

      OG Wilfried Weidner

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  4. Moin Andreas,
    das war doch die 3. Kompanie oder? Ich bin da als Wehrpflichtiger Ausbilder gewesen, ich glaube im 3. Zug und in etwa zu Deiner Zeit. Absolutes Chaos, unser Zugführer, der OLt mit dem VW-Porsche war eigentlich nie da, den Feldwebel (irgendwas mit L) bin ich auch öfter wecken gegangen... Meine Grundi hatte ich im 1. Zug verbracht, bei StUffz Zimmermann (Haßfalte im Schiffchen muss sein!)und einem Ober-Stabsfeld, der gut als Feldherr durchgegangen wäre. Trotz der üblichen BW-Widrigkeiten habe ich in meinem Leben selten so viel gelacht. Der Komp.-chef Hauptmann ?? hatte doch einen Mini, den haben wir mal versteckt!

    Grüße vom exOG Binge

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  5. Ich war Januar 1980 bis März 1980 in der 8. Kompanie als Tastfunker..Der Kompaniechef hieß soweit ich weiß Kirchhain. Mein Ausbilder war Stuffz Drews, der Refü oder der Pers hieß Banaschak,ich hab das "Hören und Geben" im Übungsraum gehasst...und am Ende der 3 Monate kam ich nach Heide. Dort hat der Fermeldehauptmann noch gesagt; " Was soll ich mit einem Tastfunker, das gibts doch gar nicht mehr beim Bund..." Gruß vom OG Aspel

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    1. Knapp verpasst: ich hab von Juli bis September 80 in der 8ten gedient. Zugführer Kongo Müller, Kompaniechef Kirchhain. Noch ein paar Namen: Uffz Hasenkopf, OFw Deppmaier, Lt Henselmann oder so ähnlich. Uffz Wolf.
      Wir wurden alle sinnlos als Tastfunker ausgebildet. Übel in Erinnerung ist die 'Horster Woche' in der Partnergemeinde Horst in Holstein. Lustige Nachtwanderungen nach Appen. Schiessübungen mit steinalten MGs. Und wie hiess der KompanieFw, war der nicht auch Bürgermeister oder sonst ein Lokalpolitiker?

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    2. Hallo, ja dann haben wir uns knapp verpasst. Der Spieß war Bürgervorsteher in Pinneberg, den Namen hab ich vergessen. Was war die Horster Woche ?? War das ein Manöver ? Wir haben auch ein mehrtägiges Manöver oder Übung gehabt. bei Eiseskälte auf dem Waldboden liegen während die Herren Unteroffiziere in geheizten Zelten mit Alkohol fröhlich feierten...Schießen konnten wir nur akustisch durch das laute Rufen von " Peng Peng "..Gruß OG Aspel

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    3. Hallo ;-)
      Würde mal gerne mal wieder mit Leuten schreiben, die vom 2.1.80 - 30.3.80 in Pinneberg in der 8. (Horch- Tastfunker)-Kompanie oder in der 5. (Flugabfertiger)-Komp. waren.
      Ich musste nach 8 Wochen Horch-Tastfunk wechseln und kam dann zur 5. Komp. und wurde Flugab-
      fertiger. Kann mich noch an etliche Namen erinnern. Meldet Euch !! Danke pi1980@arcor.de

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    4. Horster Woche war ein Spezialmanöver, eher eine Art PR-Aktion. Horst in Holstein war ja die Patengemeinde der Achten. Ich glaube alle 2 jahre gab es da so eine Festwoche, um die Patenschaft zu festigen oder was weisz ich. Die Zelte wurden auf irgendeinem Sportplatz aufgeschlagen, der Funkwagen zur Besichtigung aufgebaut, es gab bunte Abende, Spiele fuer die Zivilisten, G3 zerlegen, Uniform anziehen, Fuszballturnier, so Zeug halt. Die Stammbesatzung war ganz heisz drauf (schien uns W15ern wenigstens so), vielleicht weil die Zivilbevoelkerung beiderlei Geschlechts irgendwie, ähhh, seltsam enthemmt war. Die Kameraden sowieso. Der Spieß-Buergervorsteher hat Reden geschwungen, es wurde gegrillt und gesoffen, tolle Stimmung.

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  6. Hallo,

    ich war in der 8. Kompanie 1. Zug von Juli 79 bis Sept. 79. Zugführer war Hfw Müller (genannt Kongo Müller). Mit Hfw? Banaschak haben wir auf dem Kasernengelände Zwetschgen oder so was ähnliche gepflückt. Stuffs Drews ist mir auch noch ein Begriff. Unser stellvertretender Zugführer war Fw Pelz oder Pelzer. Der Kompaniechef hieß Kirchhain.

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  7. Auch ich war in der Eggerstedt-Kaserne. Zur Grundausbildung im 2. Quartal 1987 mit dem Zugführer "Kongo-Müller". Danach dann als Ausbilder und Z4. 1988/89 (weiß es nicht mehr ganz genau) wurden wir von Pinneberg nach Goslar verlegt und Pinneberg wurde vom LAR zur Uffz-Schule umfunktioniert.
    2012 war ich noch einmal in der Kaserne. Alles ziemlich zugewachsen dort.

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    1. Hallo, ich habe erst heute diese Seite entdeckt. Also ich war in der Zeit von 1961 - 1965 in der 8. Der alte Block der 8. war der zweit letzte am Ende der Straße, später sind wir dann in den Block gegenüber des Sportplatzes gezogen. Spieß war zu der Zeit Hfw. Müller, Chef war zuerst Hptm. Kutscher, später Hptm. Klose. Ja, wie die Zeit vergeht, aber es ist immer wieder schön von vergangenen Zeiten zu höhren.Von März 1965 bin ich dann zum LTG 63 nach Celle versetzt worden. Ingo Schmidt

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  8. Auch ich war da! 1.1987 - 3.1987 - so viele Idioten in Ausbilderuniform habe ich selten erlebt. Viele Zivilversager - aber gelernt habe ich trotzdem etwas - nie so zu werden wie die Kameraden damals. Ausbilder die Nachts den Wehrfpflichtigen auf den Alarmstuhl schei..en und dann einen Stubendurchgang und Spintkontrolle anordnen. Warum sind wir drauf gekommen - im Quartal nach uns war das gleiche Erlebnis. Gut, dass diese Zeit vorbei ist, obwohl erinnern tut man sich gerne an die schöne Zeiten mit den Kameraden auf der Stube. Viele Grüße aus der Schweiz - ein Land mit Wehrpflicht ;-) und hohen Bergen. In Deutschland sind die hohen Berge nicht so schön - zu viele Schulden ;-)

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    1. ....hier gibt es aktuelle Fotos (vom 27.09.2013) von der Eggerstedt-Kaserne... https://skydrive.live.com/?cid=8d10263a88c47c5c&id=8D10263A88C47C5C!15107&authkey=!AKZyeeEqlfIbWww

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    2. Ja!!! Vielen Dank - ich habe mir die Bilder alle angesehen! Die Atmosphäre dort ist ja schon etwas gruselig.

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    3. ...und schon wieder was Neues: http://www.shz.de/lokales/pinneberger-tageblatt/eggerstedt-kaserne-steht-in-flammen-id3824011.html

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    4. Moin, ich gebe hier mal eine Leseempfehlung, der absolute Erinnerungsflash an die W-15-Zeit, ach ja und ich habe tatsächlich zur gleichen Zeit meine Grundi wie Du Andreas gemacht, nur im 1. Zug, dass mit dem Ausbilder kam im Anschluss. http://books.google.de/books?id=O1gnwWJ2e0UC&pg=PA3&lpg=PA3&dq=ich+glaub+mein+wertfach+brennt&source=bl&ots=sPb5F5yhkG&sig=VeM0VnUIu3wKWzgpYGW-8QChgF0&hl=de&sa=X&ei=NALMUpiVIcqRtAawi4HoBQ&ved=0CEwQ6AEwBA#v=onepage&q=ich%20glaub%20mein%20wertfach%20brennt&f=false

      Der Autor hat gut 10 Jahre vorher seine Grundi in "unserem" Block gemacht.

      Viele Grüße und viel Spaß!
      J. Binge

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    5. An meine Grundausbildung in Pinneberg (Flugabfertiger) ( 5.1. - 31.3. 1976 ) kann ich mich noch sehr gut erinnern. Alleine schon die Begrüßung am Sonntag abend war heftig. Ein gewisser StUffz machte wohl freiwillig immer am Sonntag abend, wenn die neuen "Rotärsche" einrückten Dienst. ( ein mehrfach handgeschriebener Toilettenspruch: "StUffz Kohlen, soll der Teufel holen") Gleich am ersten (kurzem) Wochenende (Sa, 10.1.) gabs Sturmvogel-Warnung und wir sind mit etlichen Leuten freiwillig zum Einsatz ausgerückt. Würde mich durchaus mal interessieren, was so aus den Leuten zu meiner Zeit so geworden ist. ( mail@to h-j.klettke@arcor.de ) Kompaniefoto auf http://www.bw-k.de/

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  9. Klasse Bericht, plötzlich fallen einem so viele Geschichten ein, gute und schlechte.

    Ich suche Kameraden aus der gemeinsamen GWD Zeit Q4 1988, Fernmelder... in genau dieser Kaserne. In meiner Gruppe waren unter anderem die Herren
    Haehnel (stefan), Haag (michael?), Codo (?), Kubka (?), ...
    Wäre prima wenn mir da jemand weiterhelfen könnte.
    LG von der Ostsee
    KD

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  10. NEWS * NEWS * NEWS * NEWS * NEWS * NEWS * NEWS * NEWS * NEWS * NEWS * NEWS

    Am 2. Mai bin ich zufälligerweise auf der Autobahn an Pinneberg vorbeigekommen. Da etwas Zeit war, habe ich einen kleinen Abstecher zur Eggerstedt-Kaserne unternommen.

    Lest selbst, was ich dort gesehen und erlebt habe:

    http://el-gigante.blogspot.de/2014/05/letzter-besuch-in-der-grunen-holle.html


    Andreas Kernke alias El Gigante

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    1. ..danke für die aktuellen Bilder!

      Ich gehe mal davon aus, dass du während deiner Grundausbildung keine traumatischen Erlebnisse hattest, die du noch heute verarbeiten musst. Insofern wundert mich deine stark ausgeprägte Ablehnung des Standortes.

      Ich persönlich habe keine negativen Erinnerungen an meine Zeit als Wehrpflichtiger, wenn man mal davon absieht, dass ich mir die Haare schneiden musste und ich mit 165DM monatlich wenig Geld zur Verfügung hatte. Ich habe im Gegenteil sehr viel "Spass" in dieser Zeit gehabt und viele nette Menschen kennen gelernt. Zwar waren darunter auch einge "Arschlöcher", die meinten, ihre kleinkarierte "Macht" zeigen zu müssen, doch haben sich diese in meinen Augen immer nur selbst lächerlich gemacht; ich konnte schon damals über solche Typen nur lachen.

      Ich war vor einigen Jahren selbst auf dem verlassenen Gelände, nachdem ich im Herbst 1977 dort meine Grundwehrzeit als Fernschreiber verbracht habe. Bei dieser Begehung habe ich keinen Hass verspürt sondern nur wehmütige Gefühle, weil ich mich auch fragen musste, wo eigentlich die ganze Zeit geblieben ist. Ich hätte gerne mein Unterkunftsgebäude betreten und meine "Stube" oder auch die dortige Kellerbar besucht, aber leider war das Gebäude verschlossen. Ein Gedanke, dass der Bagger das Gebäude hoffentlich bald "platt" macht, wäre mir in dieser Situation jedenfalls nicht gekommen.

      Aber jeder hat halt seine eigenen Erfahrungen....

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    2. Ich glaube nicht, dass man meine Erlebnisse dieser Zeit als traumatisch bezeichnen kann. Es war für mich allerdings eine unangenehme, nervige Zeit des Zwangs. Mein Aufenthalt bei der Bundeswehr hat mir unterm Strich definitiv nichts gebracht. Und Spaß hatte ich am Leben als Wehrpflichtiger damals auch nicht wirklich.

      Bei meinem jüngsten (und wie gesagt letzten) Besuch in der ehemaligen Kaserne in Pinneberg habe ich zunächst auch keinen Hass verspürt. Ich war eher froh, dass diese Zeit längst vorüber ist und sich so nie wiederholen wird. Ich erinnerte mich an meine damaligen Gefühle und Ängste und konnte sie mit dem weiteren Verlauf meines Lebens abgleichen. Somit war ich froh, dass ich die Eggerstedt-Kaserne als "Grüne Hölle" vorgefunden habe - parallel zum wirklichen Leben ist also einfach "Gras über die Sache gewachsen"... und das ist auch gut so!

      Wirklich sauer war ich dann aber über diesen dämlichen Bauarbeiter... und er hat mich einfach nur an die "kleinkarierten Arschlöcher" erinnert, mit denen ich hier einstmals zu tun hatte. Damit scheint mir dieser Ort eine gewisse Unseligkeit angenommen zu haben. Eine liebevolle Trauer über den Abriss schnöder Kasernengebäude könnte ich allerdings beim besten Willen nicht entwickeln.

      Jeder hat da aber natürlich seine eigene Sicht...

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    3. Hallo "El Gigante",
      ich kann Deine Erlebnisse und Gefühle nur schwer nachvollziehen, denn ich war auch fast 2 Jahre (von 1971 bis 1973) in der Eggerstedtkaserne (8.Kompanie) und habe ausschließlich angenehme und positive Erinnerungen an dieses Zeit. Natürlich war die Grundausbildung damals nicht gerade ein Zuckerlecken, aber die guten Erinnerungen überwiegen eindeutig.....ich habe in Pinneberg neue Sichtweisen und auch Wertigeiten gefunden, die in der damaligen Zeit der Apo und der Jugendbewegung nicht unbedingt "angesagt" waren und wo man als Soldat (und dann auch noch als Zeitsoldat) in der Gesellschaft als Kriegsverbrecher (analog zum Vietnamkrieg) beschimpft wurde und eine Anerkennung der eigenen Entscheidung zu diesem Schritt abgelehnt wurde.
      Wie geasgt, die Zeit in Pinneberg (auch in Uetersen) gehört zu meinen schönen Jahren und ich möchte keinen Tag missen.
      Übrigens war ich im Sommer 2013 zu einer "Ortsbegehung) und trotz des sichtbaren Verfalls habe ich sehr emotionale Momente erlebt!
      deracon@gmx.net

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    4. Hallo deracon@gmx.de,

      allein die Tatsache, dass Du als Zeitsoldat bei der Bundeswehr warst, unterscheidet unsere Sichtweisen doch schon von Grund auf. Ich war quasi im Zuge der Wehrpflicht gezwungen - Du warst hingegen freiwillig dabei.

      Dadurch ist mir schon klar, warum Du meine Erlebnisse und Gefühle nur schwer nachvollziehen kannst.

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    5. Hallo,

      das Kasernengelände wird nun endgültig "platt gemacht" (siehe: http://mobil.abendblatt.de/region/pinneberg/article130372866/Im-September-kommen-die-Bagger-auf-das-Kasernengelaende.html ). Anwohner befürchten Asbest-Verunreinigung...

      Mir war übrigens gar nicht bewußt, dass sich auf dem Gelände sogar ein Atombomben sicherer Bunker befand.

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  11. Hey, super, da kommen wieder alte Zeiten durch. Ich war von Juli 80 als Wehrpflichtiger mit Berufung zum Tastfunker zwangsverpflichtet. War eigentlich eine nette, weil neue Zeit. Die Kollegen waren zum größten Teil sehr nett, die meisten (wie ich auch) wurden gleich nach der Schule eingezogen. Richtig klasse war, dass sich unter den Tastfunkern viele Musiker befanden, so dass wir abends des öfteren kleinere Sessions spielen konnten. Krass fand ich teilweise die Ausdrucksweise der Ausbilder inklusive "Kongo Müller", (und wenn Sie strammstehen dann wackelt kein ..... Oder wenn Sie Ihre "ATN" nicht schaffen, dann sind Sie am Arsch, da hilft Ihnen auch de Liebe Gott nicht weiter. Summa Sumarum war diese Zeit (und meine "Strafversetzung" nach Wunstorf ca 2550 km enfternt vom Wohnort) eine schöne und kann als weiteren Schritt in die Erwachsenenwelt gewertet werden. Ich war übrigends der Linkshänder mit Westerngitarre am Mann (die Haare hatte ich mir vorsorglich abschneiden lassen).

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    1. ...2550km vom Heimatort entfernt???...der Heimatort dürfte dann wohl Istanbul heissen oder Spitzbergen??

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    2. Hallo!
      Juli-September 80, Tastfunker, Kongo Müller (also 8te Kompanie, Chef Kirchhain?), Wehrpflichtiger, das sind genau meine Daten! Da muessten wir uns eigentlich kennen. An die Musiksessions kann ich mich allerdings nicht erinnern. Nur dass wir aus irgendeinem Kohlenkeller mal ein total verramschtes Klavier gezogen und wieder gangbar gemacht haben. Das Quartalsheft mit den Fotos der Kameraden des ersten Zuges muesste ich eigentlich noch irgendwo haben.
      Schoene Gruesze,
      Axel

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  12. Ich war von April 1977 - Februar 1980 in der 8./LAR 1 zuerst in der Grundi und die restliche Zeit Als Z4 Personalverwalter und damit meistgehaßter bzw meistgeliebter (je nach Standortauswahl nach der Grundausbildung) Stammsoldat der 8.Kompanie.
    Bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen und freue mich riesig, so viele Geschichten und Namen aus der alten Zeit zu lesen.
    Wäre schön, wenn sich noch andere Kameraden aus meiner Zeit melden würden, wenn schon die alte Kaserne bald der Vergangenheit angehört.

    Andreas Nagott

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    1. ...dann waren wir im Herbst 1977 "Nachbarn". Ich war von Oktober bis Dezember im Nachbargebäude 7./LAR 1 zur Grundausbildung als Fernschreiber. Meine Fahrgemeinschaft hatte auch ein Mitglied der 8./LAR 1; Flieger Andreas Kühn war das...

      "Flieger Wilfried Weidner"

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    2. Ich war ab dem 3. Oktober 1977 beim 7. Luftwaffenausbrgt 1 III. Zug 8. Gruppe
      Hauptm. Meyer, Spies HFw Kitzig, Zugführer Fw Stedron Gruppenführer Uffz Stengel
      Legendär waren die Parties mit Stuffz König
      Erinnern kann ich mich auch an die Filmabende, allerdings nur noch an "Spiel mir das Lied vom Tod"
      Wir waren "acht" Flieger auf einer Stube in der Grundausbildung zum Fernschreiber. Leider habe ich bei den vorhandenen Fotos nur die Nachnamen dabei geschrieben: Schwarz, Siebold, Schomburg, Schönfeld, Schütte, Schulz, Schwerdt
      "Flieger Helmut Siefert"

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    3. Hi,
      wenn du Bilder hast, dann setzt die doch mal hier rein:

      http://www.geschichtsspuren.de/forum/viewtopic.php?t=6569&postdays=0&postorder=asc&start=110

      Ich war ebenfalls ab dem 3.10.77 als "Fernschreiberflieger" im dortigen Ausbildungsregiment (im ersten Unterkunftsgebäude rechts vom Eingang)

      Gruß aus Bochum
      "Flieger Wilfried Weidner"

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    4. Tja, mein lieber Andreas, das freut mich jetzt wirklich, etwas von dir zu lesen. Wenn die Nachricht auch schon älter ist. Vielleicht kommt ja ein Kontakt zustande und man kann mal über alte Zeiten quatschen. Ich war SaZ4 im III.Zug bei OFw Deppmeier und seinen Fernschreibern. Bin am 31.3.1979 gegangen und heisse mit Vornamen Heinz. Klingelt da was bei dir? Wir waren auch mal in Bergedorf auf dem Lumpenball oder LiLaBe, schon lange her. Wenn du das liest schreib an ugrue@web.de

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  13. Hallo von Damals Flg Helmut Drees War vom 01.04.76 -25.06.76 in der /. zur Grundi Fernschreiber anschl. nach
    Bremervörde Flarakrgt 4 Btl 36

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  14. Hallo, ich war in der Zeit von April 1961 bis Juni 1961 Rekrut in der 8. LAR 1. in Pinneberg. Dann von 1962 bis 1965 Ausbilder in der 8. Chef war zuerst Hptm. Kutscher später dann Haupmann Klose, Spieß Hauptfeldwebel Müller. Mein letzter Dienstgrad bevor ich zum LTG 63 nach Celle versetzt wurde Stuffz. Ich würde mich freuen, wenn sich noch ehemalige Kammeraden an die Zeit in der 8. Kompanie erinnern würden. Ingo Schmidt

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  15. Huhu Moin. Ich habe zwar nicht dort gedient, mich intressiert das Thema aber trotzdem. Ich bin jetzt momentan mit dabei, beim Abbruch-Neuaufbau des Geländes. Wenn ich die Tage das nächste mal dort bin, kann für diejenigen die es interessiert, gerne aktuelle Bilder machen.

    Philip Lippitz
    philip [at] lippitz.de

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  16. ...wenn du Fotos hast, setzte die doch einfach mal hier rein: http://www.geschichtsspuren.de/forum/viewtopic.php?t=6569&postdays=0&postorder=asc&start=110

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  17. Hallo zusammen,
    an alle Flieger im Spätsommer 1980 .. mit Kongo Müller auf dem ho chi minh-Pfad, zu Fuß ging der 1. Zug vom Schießstand nach Hause, während andere Bus fahren durften/mussten. An Drews erinnere ich mich noch, ebenso an die Horster Woche, Fliegeralarmübung und Nachtmarsch, Wecken mit Handsirene, etc.
    Waren mit 10 Mann auf der Bude, von Cuxhaven, Hannover, Wunstorf, "Augschburg", Hechingen, Tübingen ... - die Schwaben-Fraktion war später in Meßstetten bei -25°C im Winter und Fahrten raus zum "Bunker" - Fernschreiben statt Tastfunken ....
    Gruß an alle Kammeraden ....

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    1. Hallo zusammen,
      auf der Stube war ich auch!
      Wenn Interesse besteht: die 'Abschiedszeitung' mit den Bildern der Kameraden hab ich noch.
      Schöne Grüße (bzw 'Schoene Gruesze')

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  18. R. Carl, J. Biermann, M. Alsdorf, M. Caster, U. Klein, Th. Bauer, ebenso FLG Schlische`, Flinki, FLG Druegh (=Druesch), S.v. Freusburg, Auerbach, E. Luethe, HFW Johann Badenski (werde ich nie vergessen, wegen seiner Menschlichkeit), Unteroffizier R. Hannweg (T-Shirtmarke "ESSEN") Lt. Enselmann ("Herr Flieger ihr Hemdknopf ist offen") und nicht zuletzt Artur Lontzek (auch er in bester Erinnerung) seid gegruesst aus Dinkelsbuehl in Bayern. Quartal 1980 / III

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