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Da mein Gesundheitszustand sich nun fünf Monate nach der Niereninsuffizienz-Diagnose >>Vorgeschichte 1<< und >>Vorgeschichte 2<< eher abwärts entwickelt hat, muss ich - entgegen meines Plans, hier nämlich von möglichst Positivem, Erfreulichem zu erzählen - leider nochmal kurz abweichen. Die regelmäßige und engmaschige, ärztliche Beobachtung hat eine deutliche Abnahme der Filterfunktion meiner Nieren ergeben. Hatten die Nieren im Januar/Februar noch etwa 18 bis 15% Filterleistung, sind es jetzt, Ende April, nur noch 5%. Über diesen raschen Verfall wundern sich sogar die Ärzte, hatten jedoch schon früh von Dialyse (also der Blutreinigung oder Blutwäsche) gesprochen. Durch eine Funktionsstörung meiner Nieren wird das Blut nicht mehr ausreichend gefiltert und Stoffe, die normalerweise ausgeschieden werden müssen, verbleiben im Körper und "vergiften" ihn. Die typischen Symptome Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit (deshalb habe ich seit einem halben Jahr über 30 Kilo abgenommen!) - kenne ich bereits aus den Anfangszeiten dieser Krankheit. Bei einem Entscheidungsgespräch mit meinem Nephrologen kam nun zur Sprache, dass eventuell auch eine Nierentransplantation in Betracht käme. Der Arzt meinte sogar, dass man bei dieser Operation in meinem speziellen Fall gleich die desolate Bauchspeicheldrüse mit austauschen könnte/sollte. Zu dieser Maßnahme komme ich auf eine "Warteliste". Zunächst ist jedoch die Reinigung des Blutes von primärer Wichtigkeit. Nach Abwägung unterschiedlicher Möglichkeiten empfahl er mir die Bauchfelldialyse (Peritonealdialyse). Sie ist ein nierenersetzendes Verfahren zur Blutreinigung, das eigenständig zu Hause durchgeführt wird, indem das körpereigene Bauchfell als Filter fungiert. Eine zuckerhaltige Lösung (2 Liter) wird über einen Katheter in den Bauchraum geleitet, nimmt Giftstoffe auf und wird nach einigen Stunden wieder ausgetauscht (meist 3-4 Mal täglich). Sie bietet hohe Flexibilität, mehr Freiheit und ist schonender für Herz und Kreislauf als die Hämodialyse (an einem sogenannten Dialysator in einem Dialysezentrum). |
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| So wird's zukünftig aussehen! Andere haben grün gefärbte Harre... was ist dagegen schon ein blöder Plastikschlauch im Bauch?💁 | ||||
Aktualisierung 27.4.2026 Überraschenderweise hat man mich bereits morgen zur PD-OP eingeteilt. Morgen früh muss ich daher um 7.30 Uhr im Krankenhaus sein. |
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Dort wird mir ein Kunststoffschlauch unter Vollnarkose durch die Bauchdecke geführt... und ab da bin ich Dialysepatient. Die Eingabe der zuckerhaltigen Lösung wird dann im Laufe der nächsten Wochen langsam aber stetig auf bis zu 2 Liter gesteigert. Unter der Voraussetzung, dass ich es ruhig angehen lasse (nicht schwer heben etc.) kann ich nach drei Tagen wieder nachhause. Ich bin sehr froh, dass sich die gesamte Prozedur nicht noch länger hinzieht, denn insbesondere die Symptome der Abgeschlagenheit, Kraftlosigkeit, Müdigkeit und Appetitlosigkeit müssen endlich ein Ende haben - ich möchte nicht weiterhin kläglich wie ein Schluck Wasser in der Kurve herumdümpeln müssen. Drückt mir die Daumen!👍 Alles wird gut! 🙋 |
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Zehn Tage nach der Operation (längst wieder zuhause): die eigentliche OP und die klinische Nachsorge ist erfolgreich und zur vollkommenen Zufriedenheit der beteiligten Ärzte und mir als Patienten verlaufen. Doch mit dem Einbringen eines Kunststoffschlauches in den unteren Bauchraum hat sich natürlich noch nichts an meinen Blutwerten verändert. Immer noch bewirkt die zusehends schlechter werdende Filterwirkung meiner Nieren die leider bekannten Symptome Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Appetitlosigkeit (Gewicht inzwischen unter 85 kg). Obwohl die ärztliche Regel gilt, dass nach der PD-Operation mindestens 14 Tage auf das Verheilen des "Exits" (das kleine Loch, durch das der Schlauch in den Bauch führt) gewartet werden sollte, entscheiden die Nephrologen, die Peritonealdialyse schnellstmöglich zu starten. Dazu wird in mehrmaligen Trainings der "Beutelwechsel" sowie das Ab- und Einlassen der Dialyseflüssigkeit, eine Glukose- und Kochsalzmischung, geübt. Besonders wird dabei auf klinisch reine Bedingungen, Mundschutz und Desinfektion geachtet. Schließlich wird ein Plan erarbeitet, in welchen Zyklen und wieviel Flüssigkeit dann bei den jeweiligen Wechseln eingeführt werden soll und welche Daten dabei protokolliert werden müssen. Das für meine Bauchfelldialyse benötigte Material (ein kleiner rollbarer Tisch, ein Infusionsständer, eine digitale Federwaage, Desinfektionsmittel für Flächen und Hände, Verbandmaterial etc.) und natürlich auch eine ausreichende Menge an Dialyseflüssigkeit (16 Kartons) müssen in einem eigens für meine Dialyse hergerichteten Raum zuhause gelagert werden. Diese Sachen sind bereits vor Tagen vom Dialysezentrum bestellt, der Spediteur hat den Liefertermin auf Donnerstag zwischen 9 und 12.00 Uhr avisiert. Ich erhalte die Lieferung allerdings erst um 17:15 Uhr. |
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Um 18:00 Uhr ist endlich alles zusammengebaut und eingeräumt... und wenige Minuten später flute ich zum ersten Mal in den eigenen vier Wänden meinen Bauchraum mit der gelieferten Dialyseflüssigkeit. Nun wird endlich alles gut!👍 |
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𝗜𝗻𝘁𝗲𝗿𝗲𝘀𝘀𝗲 𝗮𝗻 𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗚𝗲𝘀𝗰𝗵𝗶𝗰𝗵𝘁𝗲𝗻?
Ü𝗯𝗲𝗿𝘀𝗲𝘁𝘇𝘂𝗻𝗴
24 April 2026
𝙃𝙞𝙡𝙛𝙩 𝙟𝙖 𝙣𝙞𝙭... 𝙙𝙖 𝙢𝙪𝙨𝙨 𝙞𝙘𝙝 𝙙𝙪𝙧𝙘𝙝!
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Man Andreas, wir hatten geschworen, wenn wir älter werden nicht über Krankheiten zu reden. Ich denke, dass Leben, wie sagst du es, das Leben schreibt eigene Geschichten! Ich wünsche dir, daß alles gut verläuft, drücke ganz fest die Daumen. Marion und ich freuen uns, dich bald zu sehen, alter Freund. Gruß vom Exil Wäller aus dem Rheinland
AntwortenLöschenDanke, Peter!
LöschenTja, was bringt Jammern? Nix! Die Politik macht genau DAS deutlich - mit Jammern kommt man nicht voran! Deshalb: THINK POSITIV!!! Ich bin auf dem Weg!
Auch Olivia und ich freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen! Gruß Andreas