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26 November 2016

๐™ˆ๐™š๐™ž๐™ฃ๐™š ๐˜ฟ๐™…-๐˜ฝ๐™ž๐™ค๐™œ๐™ง๐™–๐™›๐™ž๐™š - ๐™†๐™–๐™ฅ๐™ž๐™ฉ๐™š๐™ก ๐Ÿฎ๐Ÿฑ: ๐˜ˆ๐˜“๐˜‰๐˜›๐˜™๐˜ˆ๐˜œ๐˜”๐˜š๐˜ก๐˜Œ๐˜•๐˜ˆ๐˜™๐˜๐˜–








Die SOUNDBOX ist ja bereits seit einiger Zeit im verdienten Ruhestand, praktisch deaktiviert. Es kommt mir immer noch schwer รผber die Lippen - aber sie ist nun definitiv Geschichte.๐Ÿ˜ช
Doch in meinem Kopf geistert sie noch immer gern herum. Erst neulich habe ich durch einen wirklich blรถden Traum erfahren, dass das Unterbewusstsein wohl auch heute noch meine jahrelang insgeheim gehegten ร„ngste verarbeitet.
Lieber Leser, bitte verschone mich mit Deiner individuellen Traumdeutung – meistens geschieht so etwas ja mit einem gewissen „hab ich ja schon immer gesagt“-Effekt. Mit solchem Geunke (von unken!) bringt mich niemand weiter!

In meinem Traum habe ich meine SOUNDBOX auf einer groรŸen (und vor allem hohen) Bรผhne aufgebaut. Von hier oben sieht man in einen groรŸen (und ebenfalls recht hohen) Saal mit Platz fรผr schรคtzungsweise zweihundert Personen. Gefรผhlt sind spรคter auch etwa so viele Gรคste anwesend. Der Gastgeber ist der Bruder meines alten DJ – und Bรผrogemeinschafts - Freundes Heiner >>siehe Kapitel 21: „Reisen in die Welt des Schlagers“<< … aber warum gerade er? Keine Ahnung! Der Grund dieser ominรถsen Feier ist mir ebenfalls schleierhaft – das ist fรผr meinen Traum wahrscheinlich auch nicht so wichtig.

Wie unglaublich verwirrend doch so ein Traum gestrickt sein kann! 

Weiter im Text: bei meiner Traumfeier werden die eintreffenden Gรคste per Mikrofon von einem Conferencier begrรผรŸt. Auch dieser ist mir natรผrlich aus der Bรผrogemeinschafts-Zeit mit Heiner wieder sehr gut bekannt. 


Der unglaublich redegewandte Stefan Wolter  ist Musiker, Moderator, Sprecher, Warm-Upper, Musik- und Werbeproduzent, Label-Inhaber und Veranstalter.

Mit seiner tiefen Stimme (รผbrigens bekannt aus der Schoko-Kuss-Werbung: „Hmmm, sind die dick, man!“) hatte er mir sogar mal ein paar kurze und sehr witzige SOUNDBOX-Jingles aufgenommen >>siehe nochmals Kapitel 21<<.

Er kann jedenfalls mit seiner Art innerhalb kรผrzester Zeit das Publikum in eine wahrhaft euphorische Stimmung bringen.
Nach dem Festbankett kรผndigt mich Stefan also in seiner unnachahmlichen Art an: „Fรผr Euch am Mikrofon der SOUNDBOX - der wahrscheinlich lรคngste DJ der Welt, Andreas Kernke!“

Nun sollte eigentlich mein Intro folgen – doch aus meiner Anlage kommt einfach kein Ton. Ich drรผcke Knรถpfchen, schiebe Regler, wackele an Steckern… nichts! Warum, zum Teufel, geht hier nichts?

Plรถtzlich lรคuft die Musik doch! Aber mich irritiert total, dass nicht die gewohnte Version von Koto’s „Dragon’s Legend“ als Intro lรคuft, sondern irgendeine unprofessionell nachgespielte Variante. Deshalb gelingt es mir nicht, meinen Opening-Text ordnungsgemรครŸ vorzutragen – was mich wiederum auรŸerordentlich nervรถs macht.

AuรŸerdem finde ich keine vernรผnftige Anschluss-Scheibe. Wonach sollen die Gรคste nach meinem missglรผckten Intro also zum Tanzen gebracht werden? Je mehr ich in meinen Plattenkisten suche, desto weniger weiรŸ ich, was ich eigentlich gleich auflegen soll. Obendrein ist da รผberhaupt keine Ordnung mehr in der Sammlung – es ist ein heilloses Durcheinander.

Die Opening-Musik lรคuft aus… was nun? Es entsteht eine peinliche Pause. Die ersten Gรคste stehen schon unten vor der Bรผhne und wollen irgendwie gestikulierend behilflich sein. Trotz aller Bemรผhungen gelingt es mir nicht, ruhig und gelassen zu bleiben. Oh man, unprofessioneller geht es nicht! Die Gรคste sehen in mir Panik hochsteigen. Ich spรผre die Ungeduld von Seiten des Publikums. Erste Zurufe: „Was ist denn nun, wann geht’s weiter?“

Immer panischer krame ich durch die Plattenkisten, finde aber immer weniger, was ich eigentlich suche. Plรถtzlich fรคllt mir „YMCA“ von den Village People in die Hรคnde. Ich starte die Single schnell auf einem der Plattenteller mit dem Ergebnis, dass die Menge johlend auf die Tanzflรคche strรถmt und tanzt.

Die Anlage kratzt, ein Kanal fรคllt aus… stรผmperhaft wackele ich wieder an Steckern, drรผcke wieder gelb illuminierte Schalter… „YMCA“ lรคuft aus, es entsteht wieder eine erdrรผckende Pause. Von der Bรผhne aus kann ich erkennen, wie DJ-Kollege Heiner entnervt mit dem Kopf schรผttelt. Was fรผr eine Schmach! Wie peinlich!

Inzwischen durchwรผhlen auch einige Gรคste meine Plattenkisten. Ich finde einfach nichts mehr. Auf der Bรผhne herrscht das reine Chaos! Heiner steht vor der Bรผhne: „Was ist denn los – Du kriegst ja nichts auf die Reihe!“ Ich werde rot – meine Gรผte, ist mir das hier alles peinlich. Und das vor so hoch geschรคtzten Kollegen.

Die wenden sich mittlerweile enttรคuscht von mir ab – wollen Ersatz beschaffen, organisieren offensichtlich eine andere Anlage, einen anderen DJ. Dieses Vorhaben lรคsst mich vollends verzweifeln.

Glรผcklicherweise schrecke ich an dieser Stelle aus meinem Traum auf und wische mir erstmal eine Trรคne aus dem Augenwinkel und kalten SchweiรŸ von der Stirn. Mein Herz rast noch immer! Was fรผr einen absurden Quatsch man sich doch manchmal zusammentrรคumt.

Erst jetzt fรคllt mir auf, dass ich ja schon seit Jahren nicht mehr mit Schallplatten und Plattenspieler aufgetreten bin. Auch die im Traum erlebte PA-Anlage ist lรคngst Schnee von gestern. Und eine derartige Situation liegt zwar natรผrlich durchaus im Bereich des Mรถglichen, ist mir aber nicht ein einziges Mal in 25 Jahren SOUNDBOX passiert. Was fรผr einen Quatsch hat sich das nรคchtliche Gehirn dabei also bloรŸ gedacht? Das ist ja wirklich nicht mehr feierlich!

Ich halte es fรผr wenig ratsam, mir รผber die ganzen konjunktiven „Wenns“ und „Abers“„kรถnnte“ und „wรคre“ meines cerebralen Hirngespinnstes tiefschรผrfende Gedanken zu machen. Das wรคre wohl auรŸerdem ein dem Anlass unverhรคltnismรครŸig angepasstes Verhalten.

Und bei Heiner, der in diesem bescheuerten Traum ein bisschen den unfreiwillig Bรถsen spielte, entschuldige ich mich an dieser Stelle vorsichtshalber schon mal.
ENDE!

1 Kommentar:

  1. Moin ElGigante, alles prima....
    Sooooo Bรถse ist das nicht.... und das Szenario ist ja nun wirklich nicht abwรคgig.
    Hatte ich im Sommer erst, als meine gesamte PA abgeraucht ist...
    Und die gesamte Geschichte war und ist mehr als lesenswert!
    Danke fรผr die kurzweiligen Momente und der Rรผckschritt in die Vergangenheit....
    "Fleisch ist mein Gemรผse".... mehr sage ich nicht dazu.
    Liebe GrรผรŸe
    HEINER Olberfding
    DJ Ohrwurm

    AntwortenLรถschen