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| Foto Internet |
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Immer wieder zum Jahresende zeigen die TV-Sender unserer Welt ja Rรผckblicke auf das vergangene Jahr.
Ich habe die Bilder dieses Jahres zunรคchstmal versucht stillschweigend und unvoreingenommen aufzunehmen. Dadurch gewann ich nรถtige Zeit um die Informationen geistig sortieren und verarbeiten zu kรถnnen - um nicht aus dem Affekt heraus zu lamentieren. Zu oft habe ich mich bereits hier oder da unbedacht รผber Gott und die Welt geรคuรert... hab mich anschlieรend in meinen Formulierungen verheddert und bin dann mit Schmackes auf die Schnauze geflogen. Das kennt sicherlich jeder - das muss aber ja nicht immer so sein.
Mir gefรคllt es eigentlich gar nicht, die Vergangenheit zu analysieren um die Zukunft bewรคltigen zu kรถnnen. Ich muร jedoch einwerfen, dass genau DAS die Intelligenz der Spezies Mensch ausmachen soll - hab ich gelesen, gehรถrt, gelernt. Tatsรคchlich soll der Mensch angeblich zu solchen Interaktionen zwischen sich, seinem Leben und seinem Umfeld in der Lage sein. Einen Beweis dazu bleibt die Masse aller auf der Welt lebenden Menschen bisher jedoch immer noch schuldig. |
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| Foto Internet |
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| Das machen auch die TV-Jahresrรผckblicke eindrucksvoll deutlich. Denn bei genauer Betrachtung will es die Menschheit seit der Steinzeit vor 2,6 Millionen Jahren einfach nicht kapieren, dass sie ihren einzigartigen, zerbrechlichen Planeten zielgenau und wissentlich in eine Apokalypse navigiert. Dieses Hardware-Problem allein liegt eigentlich schon schwer auf menschlichen Schultern. Wรคre da nicht obendrein unsere unbรคndige Sucht zu Gigantismus. Immer mehr, grรถรer, hรถher, teurer, schรถner, besser, schneller... es gibt wohl kein Adjektiv, das der Mensch nicht zu steigern vermag. Im Sog dieser Superlative gedeihen unglaublich ehrlose Bosheiten, die sich kaum in Worte fassen lassen. An dieser Stelle mutiert der so hochentwickelte, intelligente Mensch zur triebgesteuerten Bestie. Dabei missachtet er sรคmtliche soziale Verpflichtungen, Verantwortung, Anstand, Menschlichkeit... all das, wofรผr er sich sonst gern รผberheblich als "Krone der Schรถpfung" bezeichnet. |
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| Illustration Feggo, Internet |
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| Da sich "die Krone der Schรถpfung" jedoch offenbar schlecht allein und selbst organisieren kann, hat sie irgendwann in der Gemeinschaft beschlossen, sich durch redegewandte Reprรคsentanten vertreten zu lassen. Logischerweise verlief aber auch die Entwicklung dieser Reprรคsentanten leider in die gleiche, gewohnte Richtung mit der inzwischen bekannten Sucht zum Gigantismus. Durch ihre exponierte gesellschaftliche Position verspรผrten sie zudem Macht - ebenfalls ein menschliches Suchtmittel. Und auch Macht lรคsst sich natรผrlich hervorragend missbrauchen. |
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| Illustration Internet |
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| Die redegewandten Reprรคsentanten sind natรผrlich unsere Politiker. Dass sie ihre Macht missbrauchen, verspรผrt die Gemeinschaft - das Volk - stรคndig. Egal wo dieses Volk sich auf unserem Planeten auch befindet - es ist รผberall das gleiche Problem: Politiker dienen nicht ihrem Volk, stattdessen streben sie nach immer mehr Macht und Geld - wohlgemerkt: nach eigenem Geld! Und dafรผr lassen sie sich mรถglichst "demokratisch" wรคhlen. Mit voherigen groรartigen Versprechungen, auf die ihr Volk massenhaft hereinfรคllt. Dieses Spiel gibt es rund um unseren blauen Planeten in den buntesten Farben. Mit etwas Abstand betrachtet ist Politik ein gigantischer Kindergarten. Das Volk wird von den selbstgewรคhlten Reprรคsentanten nach Strich und Faden belogen, muss aber stรคndig deren Geldhunger stillen. |
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| Karikatur Jason K. Ferguson, Internet |
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Ich sehe fรผr eine Politik dieser Art keine Zukunft mehr. In diesem Jahr - das zeigen auch die Jahresrรผckblicke - gibt es jedoch einen schwachen Lichtblick in Person einer jungen Schwedin namens Greta. Obwohl viele (zumeist รคltere) Menschen รผber ihre weltweiten Aktionen schimpfen, sehe ich in ihrem Engagement einen Einstieg der Jugend in die Weltpolitik. Die alten Strukturen beweisen doch eindrucksvoll, dass die herkรถmmlichen Seilschaften mit ihrem Latein am Ende sind - warum sollten wir daher nicht die alten Pfade verlassen und den frischen, unverbrauchten und nicht verfilzten Ideen der Jugend folgen? Ich sehe darin eine groรe und gute Chance! Und: noch nie haben sich so unglaublich viele junge Menschen fรผr die Zukunft (und somit die Politik) interessiert.
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| Foto AFP, Internet |
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Aktuell streiten sich die Parteien (grad mal wieder die SPD) um ein Geschwindigkeitslimit auf deutschen Autobahnen. Es wird dabei von den Politikern unglaublich schwachsinniges Zeug verbreitet und diskutiert! รndern wird sich aber wahrscheinlich wieder nichts.
Dabei kann jeder, der ein Auto fรคhrt, die Frage nach dem CO2-Verhalten selbst beantworten: wenn man schnell und mit hoher Drehzahl fรคhrt, verbraucht das Fahrzeug deutlich mehr, als wenn man mit weniger Drehzahl bei mittlerer Geschwindigkeit dahingleitet. Je mehr ein Fahrzeug also verbraucht, desto mehr CO2 stรถรt es auch aus. Das Argument, dass man aber als freier Bรผrger die Geschwindigkeit frei wรคhlen wolle... ist ein Einwand auf Kindergartenniveau - spiegelt jedoch wohl den peinlichen Geisteszustand der Quellen wider.
Und so kรถnnte man sich ununterbrochen รผber Politik aufregen...
Auf eine angenehmere Zukunft - und einen guten Rutsch ins neue Jahr! |
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