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26 August 2016

๐™ˆ๐™š๐™ž๐™ฃ๐™š ๐˜ฟ๐™…-๐˜ฝ๐™ž๐™ค๐™œ๐™ง๐™–๐™›๐™ž๐™š - ๐™†๐™–๐™ฅ๐™ž๐™ฉ๐™š๐™ก ๐Ÿฎ๐Ÿฎ: ๐˜ž๐˜–๐˜๐˜•๐˜ก๐˜๐˜”๐˜”๐˜Œ๐˜™-๐˜‹๐˜๐˜š๐˜Š๐˜–











Musik war und ist noch immer ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Daher ist es auch logisch, dass meine Kinder ebenso vom ersten Lebensmoment an mit ihr in Kontakt kamen. Wenn man es ganz genau nimmt, gehรถrte Musik sogar prenatal schon zu ihren ganz normalen Gerรคuschen des Alltags.

Wissenschaftler fanden heraus, dass ein Ungeborenes sogar Vorlieben fรผr bestimmte Melodien oder Takte entwickelt – mein Sohn Lukas reagierte vor seiner Geburt beispielsweise schon auf Spieluhr-Musik mit heftigen Bewegungen wie Strampeln und Boxen – wir Eltern deuteten das damals als Ablehnung dieser Musik. Auch spรคter, als Sรคugling, beruhigte ihn das Abspielen einer Spieluhr nicht – diese Musik nervte ihn eher.

Meine Tochter Sandra wurde prenatal mit Soul-Pop รก la „Simply Red“ beschallt – diese Musik gefiel ihr spรคter als Sรคugling und Kleinkind – offensichtlich erkannte sie diesen Sound wieder.

Ich bin mir auรŸerdem ziemlich sicher, dass es meine Kinder schon recht frรผh ziemlich „cool“ fanden, dass ihr Papa Discjockey war. Sandra konnte beispielsweise (nicht nur) anlรคsslich ihres fรผnften Kindergeburtstags (siehe Foto) – sie hat im Dezember Geburtstag - ihren Freunden und Freundinnen stolz und unter groรŸem Jubel verkรผnden, dass „Papa heute fรผr uns Disco macht“.


Fรผr diesen Zweck hatte ich damals die „bunten Lichter“ und meine Nebelmaschine aufgebaut, die Jalousien herunter gelassen und spielte รผber die Wohnzimmer-HiFi-Anlage, was die Kinder hรถren wollten.

Sofort hopste ein halbes Dutzend begeisterter Kinder im bunt beleuchteten Nebel in unserem Wohnzimmer nach den aktuellen Hits.

Wer so ausgelassen herumtobt, beginnt natรผrlich unweigerlich auch unbรคndig zu schwitzen – am Ende waren meist die Fenster beschlagen und รผberall lagen Klamotten herum. Die glรผhenden Kids wuselten in Strumpfhosen oder Unterwรคsche durch die Wohnung.

Genau DAS kostete Sandra รผbrigens fast die Freundschaft zu einer ihrer quirligsten Freundinnen. Als nรคmlich nach der Geburtstagsfeier ihre Eltern (der Vater ist Polizist) die durchgeschwitzte Tochter abholen wollten und ihnen das Kind an der Tรผr im Unterhemd entgegen kam, entrรผsteten sie sich absolut รผbertrieben darรผber, dass wir Eltern total unverantwortlich gehandelt hรคtten, weil wir unsere jungen Gรคste halb entkleidet herumtoben lieรŸen. Fortan verboten die unentspannten Eltern dem Mรคdchen jegliche weitere Teilnahme an Sandra’s Geburtstagsfeiern… aber beim 18. Geburtstag war sie doch wieder dabei. Gelobte Volljรคhrigkeit!

Bei einem anderen Mรคdchen beobachteten wir wรคhrend einer solchen Party ein seltsames Verhalten: wรคhrend die meisten kleinen Gรคste zur Musik herumtobten, schien dieses spezielle Mรคdchen irgendwie total irritiert. Still und nahezu bewegungslos hockte es zunรคchst auf einem Sessel, zog sich sogar spรคter zum Spielen allein ins verwaiste Kinderzimmer zurรผck. Besorgt erkundigten wir uns, ob alles okay sei und warum sie nicht mittanzte. Sie antwortete, ihr sei sehr langweilig und sie spiele dann lieber allein.

Die Auflรถsung dieses so ungewรถhnlichen Verhaltens lieferte uns einige Tage spรคter ihre Mutter. Sie berichtete, dass bei ihnen zuhause nie Musik oder das Radio laufe. In der Familie wรผrde auch niemand singen oder musizieren. Auch im Kindergarten langweile sich das Mรคdchen regelmรครŸig sehr, wenn gesungen und musiziert werde. 

Ein Leben ohne Musik? Fรผr mich nicht vorstellbar! Ehrlich gesagt grenzt es fรผr mich hart an den Rand einer MiรŸhandlung, ein Kind von Musik fern zu halten. 

Apropos Sandra: meine damals vierjรคhrige Tochter war mit ihrer Stimme ein gern verwendeter und gehรถrter Bestandteil des SOUNDBOX-Programms. Eine meiner ersten Audio-Aufnahmen per PC war nรคmlich der von ihr gesprochene Jingle „Die Nachbarn sind schon alle sauer – die SOUNDBOX macht mal richtig POWER!“


Hรถr Dir den Jingle hier ▲  an!

2 Kommentare:

  1. Hallo El Gigante,

    so. Geschafft.
    Ich habe die letzten Tage damit verbracht dein Blog von hinten nach vorne zu lesen.
    Jeden Beitrag zu jedem Thema.
    Vielen Dank fรผr die gute Unterhaltung!
    Insbesondere die Artikel zu den vernachlรคssigten "Letzthand"-Autos (Polo/Golf etc.) haben mein Jรคger-und-Sammler-Herz angesprochen.
    Du hast nun einen regelmรครŸigen Leser mehr.
    Herzliche GrรผรŸe aus dem Osten
    Adrian

    AntwortenLรถschen
  2. Hallo Adrian,

    Herzlichen Glรผckwunsch zu dieser Leistung! Natรผrlich lese ich gern, dass Du Dich durch meine Geschichten gut unterhalten gefรผhlt hast. So war die viele Arbeit des Schreibens dann doch etwas wert. Wenn ich's mal so รผberschlage steckt enorm viel Zeit darin. Aber ich sehe grad, dass auch Du Deine Erlebnisse im Internet verรถffentlichst - dann kennst Du den Aufwand, der dahinter steckt ja bestens.

    Und klar, dass Dich die alten Autos ansprechen... diesbezรผglich sind wir "Altautosammler und -fahrer" doch irgendwie alle eine groรŸe Familie von Durchgeknallten und Bekloppten. Obendrein ist diese Macke auch noch ansteckend (wie Du an meinen Sรถhnen erkennen kannst). Fรผr ein Fortbestehen dieses Wahns ist also bestens gesorgt.

    So sei denn also herzlich willkommen auf meinen Seiten. Ich hoffe, Du ertrรคgst meine Macken (wenn man viel von jemandem liest, lernt man denjenigen ja auch ziemlich gut kennen). Manchmal bin ich halt schwierig... aber - wer ist schon perfekt? Jeder hat doch irgendwie seine Leichen im Keller (gnihihi... ich hab nicht mal einen!), oder?

    Herzliche GrรผรŸe von Sizilien (da bin ich grad im Urlaub... ich habe mir dieses Jahr mal vorgenommen, meine Urlaubsberichterstattung NICHT schriftlich, sondern per Video abzuliefern!)

    Andreas

    AntwortenLรถschen