๐—œ๐—ป๐˜๐—ฒ๐—ฟ๐—ฒ๐˜€๐˜€๐—ฒ ๐—ฎ๐—ป ๐˜„๐—ฒ๐—ถ๐˜๐—ฒ๐—ฟ๐—ฒ๐—ป ๐—š๐—ฒ๐˜€๐—ฐ๐—ต๐—ถ๐—ฐ๐—ต๐˜๐—ฒ๐—ป?

รœ๐—ฏ๐—ฒ๐—ฟ๐˜€๐—ฒ๐˜๐˜‡๐˜‚๐—ป๐—ด

14 Juni 2011

๐™‘๐™š๐™ง๐™จ๐™ช๐™˜๐™ ๐™ข๐™–๐™˜๐™๐™ฉ ๐™ ๐™ก๐™ช๐™œ: ๐˜ˆ๐˜ญ๐˜ญ๐˜ฆ๐˜ช๐˜ฏ ๐˜ช๐˜ด๐˜ต'๐˜ด ๐˜ฃ๐˜ฆ๐˜ด๐˜ด๐˜ฆ๐˜ณ!

Versprochen ist versprochen: HIER nun mein Fazit zu VW K 70 featuring CI WILK "Stern de Luxe"

Try and Error: das erste- und letzte Mal als Gespann
Das Hauptsรคchlichste gleich vorweg: mit der Teilnahme am 2011er K 70-Club-Pfingsttreffen in Rรผthen/Sauerland, haben wir gleich zwei Fahrten in Einer unternommen. Nรคmlich die Erste und die Letzte... bei der unser K 70 als Zugfahrzeug fรผr den Wohnwagen CI WILK „Stern de Luxe“ diente.

Dieses ist das etwas ernรผchternde Ergebnis eines typischen „Try and Error“-Experiments. Dabei waren weder das wirklich schรถne Sauerland, noch die stets illustre Runde der teilnehmenden K 70-Enthusiasten oder das dargebotene, sehr kurzweilige Programm, am fรผr uns etwas faden Beigeschmack dieser Reise schuld.
Der Touran hatte mit dem Wilk keinerlei Probleme
Chrysler Voyager LE: 
der Ottomotor genehmigte sich ordentlich
In der Vergangenheit lieรŸen speziell wir uns durchweg durch dieselbefeuerte Zugfahrzeuge verwรถhnen. 

Ihre nicht ernsthaft mit einem 1,8 Liter 90 PS-Benziner zu vergleichende Drehmomente durch Hubraum, der nie unter 2 Liter lag und meistens durch einen Turbolader aufgewertet wurde, hat uns einfach jene Zeit sehr gern vergessen lassen, in der es ganz normal war, dass PKW einige Mรผhe hatten, Wohnwagen zu ziehen – und es dennoch millionenfach taten.
Malochen im Alter: K 70 mit Camper am Berg
Vor fast vierzig Jahren reichten 80 km/h fรผr PKW-Gespanne. Auch LKW fuhren mehrheitlich artig diese Geschwindigkeit. Sie klebten damals allerdings auch oft bei nichtmal 40km/h schnaufend an den Hรคngen der Kasseler Berge.

Als ich nun auf der Fahrt zum Pfingsttreffen recht mรผhsam mit K 70 und Wohnwagen die Anhรถhen des Teutoburger Waldes bei Bielefeld erklimme, wird mir klar, wie lange diese Zeiten her sind und welche Fortschritte unsere Mobilitรคt inzwischen gemacht hat.
Behindernde Geschwindigkeiten
Bedrohlich nรคhern sich im Aussenspiegel von hinten halbmetergroรŸe MAN-, IVECO Stralis- oder Actros-Schriftzรผge. Luftgefedert wabern die meterhohen Fahrerkabinen รผber dem Dachhorizont meines „Rolling Homes“, um dann leise turbosirrend und fast im Standgas mit 450, 480 oder gar 520 PS zum finalen Angriff mit einem kraftvollen Schlenker nach links mein mit navigemessenen 85 km/h behinderndes Oldtimergezuppel zu รผberrunden.

Die fast 4 Meter hohen Truckfronten und ihre cW-Werte รคhnlich einem Scheunentor, schieben wahre Hochdruckgebiete vor sich her. Dieser Windsunami drรผckt zunรคchst den hinteren รœberhang meines Wohnwagens zur Seite. Die auftretenden Krรคfte drรผcken den weich gefederten K 70 vorne zum Fahrbahnrand – ich lenke ihn also nach links. Im nรคchsten Moment flieรŸen die verdrรคngten Luftmassen gegen die vordere Seite meines Anhรคngers, der Kurs des Zugwagens muss sofort nach rechts korrigiert werden. Dumpf grollend zieht massige LKW-Reifentechnologie in Schulterhรถhe und Armlรคnge an mir vorbei. Dem รผberholenden LKW folgt schlieรŸlich noch ein unangenehmer Unterdruck, der sich natรผrlich am kompletten Gespann entlangsaugt.

Das LKW-Aufkommen auf deutschen Autobahnen lรคsst diesen Vorgang minรผtlich wiederholen – egal, ob dort gerade รœberholverbot herrscht oder nicht – sobald sich ein Trucker รผber moralische und rechtliche Pflichten hinwegsetzt, bricht ein Damm und mit dem Vergehen dieses ersten Truckers scheinen gleichzeitig sรคmtliche Regeln der anderen Kapitรคne der LandstraรŸe zu entfallen.
Tank fast voll - Kรผhlwasser heiss!
Es geht bergauf und ich dรผrfte 80 km/h fahren... der K 70 schreit im 2. Gang bei รผber 4000 Umdrehungen und bringt trotz diesen Lรคrms lediglich klรคgliche 50 km/h auf die StraรŸe. Alles, aber wirklich auch alles ist deutlich schneller als wir! Peinlich! Die Kรผhlwassertemperatur steigt inzwischen deutlich an, durchklettert den weiรŸen Bereich und verharrt ein Stรผck vor dem gefรคhrlichen Roten. Das nervt! Und HALLO! Wir sind hier mit einer 38 Jahre alten Maschine unterwegs! Deswegen tut mir diese Aktion hier irgendwie weh. Das hat mein K 70 nicht verdient – das mรถchte ich ihm nicht dauerhaft zumuten.

Als wir die Autobahn endlich verlassen bin ich froh. Doch die Quรคlerei geht weiter. รœber Kilometer geht es kontinuierlich nur bergauf. Es ist nicht mรถglich in vernรผnftigen Drehzahlbereichen und im 4. Gang zu fahren.
Zukunft meets Vergangenheit
Als wir nach fast drei Stunden am Ziel angekommen sind, steht fest, dass sich diese Tortur nicht wiederholen soll. Wir mรผssen uns Gedanken รผber andere zukรผnftige รœbernachtungsmรถglichkeiten wรคhrend der Pfingsttreffen machen. 

Vor der Heimfahrt graust mir schon jetzt.
Der A8 sprang gern ein und zuckte nicht mit der Wimper
Der Organisator dieses Pfingsttreffens besitzt einen Audi A8 und bietet am letzten Tag an, unser mobiles Heim gut 50 Kilometer Richtung Heimat zu ziehen. Da dieser Weg eh auf dem Programm steht, stimmen wir zu.

Die gut und gerne 1200 Kilo des Wohnwagens kosten den A8 nur ein mรผdes Lรคcheln. Fรผr die restlichen 120 Kilometer bis nach Hause muss dann aber noch mal der K 70 ran. Klaglos aber hรถrbar angestrengt bringt er den WILK wieder nach Hause.
Demnรคchst nur SOLO
Unterm Strich hat mein altes Auto aber doch gewonnen. Ob ich die Anhรคngerkupplung je noch mal derart ge(/miรŸ)brauchen werde, steht zwar noch in den Sternen. Doch die Aufrรผstung mit der Hochspannungs Kondensator Zรผndung (HKZ) ist eine wirkliche Bereicherung. Der Motor springt viel williger an, der Motorlauf ist erstaunlich gleichmรครŸig – allerdings kann ich natรผrlich im Zuge der verbrauchssteigernden Anhรคngerfahrten noch keine vernรผnftige Aussage รผber den Treibstoffkonsum treffen.

Also: der Kasi bleibt zukรผnftig lieber solo!

Keine Kommentare:

Kommentar verรถffentlichen