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06 Februar 2011

๐™† ๐Ÿณ๐Ÿฌ - ๐™’๐™š๐™ง๐™›๐™ฉ – 2. ๐˜›๐˜ฆ๐˜ช๐˜ญ


Eine Restauration ist eine Materialschlacht

Beim SchweiรŸen wird dem Metall Sauerstoff zugefรผhrt

Welch ein Aufwand fรผr ein altes Auto!

Eine ganze Rolle SchweiรŸdraht, zwei Flaschen Schutzgas, unzรคhlige Flexscheiben, einige teure Meter frisch geschnittenen und gebogenen Blechs und reichlich lieber nicht zusammengerechnete Zeit hat es mich gekostet, um aus meinem maroden kleineren NSU-Ro 80-Geschwister wieder ein Fahrzeug mit einer aussichtsreichen Zukunft zu machen.

Zu machen? Ehrlich gesagt gehรถrte schon eine beachtliche Kreativitรคt dazu, wie Knรคckebrot knisternde und genauso brรผchige oder gรคnzlich in Ferrum-Oxyd aufgelรถste Automobilbaukonstruktionen kรผnstlerisch gestaltend nachzuempfinden. Dass diese zudem auch eine dem kompletten Mikrokosmos dieses K 70 Halt und Stabilitรคt gebende Funktion hatten – und nun auch hoffentlich wieder haben – war mir wรคhrend meiner tagelangen SchweiรŸ-Arien natรผrlich stรคndig gegenwรคrtig.


Es funkt, es zischt - zu seh'n ist nรผscht!
Irgendwann war dann endlich der letzte SchweiรŸpunkt erloschen und das hitzegewellte Blech erkaltet.

Wie ein eben zurรผck in die Erdatmosphรคre eingetretenes ultrahoch aber – kurzerhitztes Spaceshuttle stand mein Brutzelobjekt nun in der verrรคucherten Garagenwerkstatt. Die blรคulichen SchweiรŸdรคmpfe waberten noch ewig um meine flexstaubdurchsetzten Haare. In all meinen schwitzigen Hautfalten hatte sich eine anmutige Schicht des nach allen Seiten gestobenen Metallabriebs versammelt. Mit vom SchweiรŸen verblitzten und trรคnenden Augen torkelte ich in den gleiรŸenden Sonnenschein vor meiner Garage.

Gott sei’s gelobt und getrommelt – es war geschafft! Lediglich die vielen kleine Brandlรถcher der stรคndig beim SchweiรŸen heruntergefallenen, glรผhenden SchweiรŸperlen in meine Socken erinnerten spรคter noch an diese orgiastische Tรคtigkeit.
Ein makelloser Body... unten ohne!
Restaurierter Motorraum in "Sonnengelb"
Obwohl mich diese Arbeiten am K 70 unglaublich in Anspruch genommen hatten, wuchs jetzt ein unbarmherziger Drang nach Perfektion. Am Unterboden fand ich viele kleine Rostnester unter dem Unterbodenschutz. Beherzt bewaffnete ich mich mit einem angeschliffenen Schraubenzieher und befreite die komplette Karosserie von dieser zรคhen Masse.

Menschlicher Motor der Restauration
Eine Tage anhaltende und Handgelenk verschleiรŸende Arbeit fรผr Strafgefangene! Doch die anschlieรŸende Behandlung des Blechs mit Rostkonverter, Rostschutzfarbe und schlieรŸlich original „Sonnengelb“ sorgten fรผr ein รผberzeugendes Ergebnis.

Der Vorteil: beschรคdigte Stellen am Unterboden kรถnnen nun besser aufgefunden und ausgebessert werden. Auch die Radhรคuser, sowie der Motor- und Kofferraum bekamen auf diese Weise wieder ihre Originalfarbe.

So viel Einsatz erfordert Kรผhlung










รœber die aufwรคndigen Lackiervorbereitungen handelt >>der nรคchste Teil<< meiner K 70-Werft.

Sieht mit etwas Phantasie schon wieder aus, wie ein Auto
 
 

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