<<Kapitel 11<<
รber eine befreundete Kรผnstleragentur war ich fรผr einen Termin im Innenhof der ostwestfรคlischen Burg Blomberg gebucht. Eine Pharmafirma fรผr ein namhaftes Mittel gegen Venenerkrankungen hatte diese romantische und gut 700 Jahre alte Location als Ort fรผr ihre Jahrestagung mit anschlieรender Feier inklusive Festdinner und Tanz ausgewรคhlt. |
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Es war damals fรผr mich nicht wirklich erklรคrbar, warum die Kรผnstleragentur vorab verfรผgte, dass sie zu diesem Event unbedingt ihr eigenes Equipment in Form eines Mischpultes sowie CD-Playern zur Verfรผgung stellen wollte. Auรer dem Umstand, dass ich diese Gerรคtschaften vor dem Auftritt erst noch dort abholen musste, sollte deren Einsatz fรผr mich jedoch keinerlei Problem darstellen.
An jenem Samstagnachmittag in einem Frรผhsommer Mitte der 1990er Jahre war ich pรผnktlich am Ort des Geschehens. Genaugenommen war sogar noch reichlich Zeit. Man wusste ja nie wirklich, was einen vor Ort so erwartete. Also rangierte ich meinen VW-Bus samt Anhรคnger in den verwinkelten Innenhof vor der Utlucht der mittelalterlichen Burg. Im teils aus Fachwerk, teils aus Felssteinen errichteten, historischen Gemรคuer residiert (damals wie heute) ein Hotel und Restaurant. Die Party sollte allerdings im extra fรผr diesen Zweck aufgestellten Festzelt im Innenhof stattfinden. Dort standen auch bereits viele festlich gedeckte Tische.
Das Jahresmeeting der Pharmafirma war wohl bereits beendet. Einige adrett gekleidete Damen und Herren liefen umher. Im Auรenhof der grรคflichen Burg feierte die Firma offensichtlich ihre ausgezeichneten Umsรคtze und einen augenscheinlich erfolgreichen Chef. Denn die Belegschaft รผberraschte ihn gerade mit einem Oldtimer – ich erinnere mich nicht mehr, was genau sie ihm da รผbergaben. Es kรถnnte ein Mercedes-Benz 300 SL-Roadster gewesen sein – damals machte es auf mich jedenfalls einen sehr edlen und teuren Eindruck. Nรคher konnte ich mich damit sowieso nicht weiter beschรคftigen – ich musste ja schlieรlich aufbauen.
Neben und รผber dem mir zugewiesenen Platz im Zelt war bereits eine professionelle PAR-Lichtanlage errichtet. Ihre bunten Strahler blinkten trรคge. Im Nachhinein fand ich schon DAS irgendwie seltsam. Unbeirrt baute ich jedoch weiter auf, was zu dieser Party benรถtigt werden sollte. Das Agentur–Mischpult und die CD-Player sollten meine eigene Endstufe und schlieรlich auch meine eigenen Lautsprecher-Boxen speisen. Nachdem alles aufgestellt und verkabelt war, ging die Anlage schlieรlich ans Netz. Dabei fiel mir auf, dass die hauseigene Lichtanlage augenblicklich seltsam reagierte… unterschiedliche Strahler blieben plรถtzlich halbhell, andere erloschen gรคnzlich. Und meine Endstufe startete nicht wie gewohnt, sondern "ging auf Stรถrung" und tickerte auffallend und ungewรถhnlich. Also riss ich den Stecker sofort wieder aus der Steckdose. Was war denn hier faul?
Ich legte mir eine neue Spannungsversorgung von einer anderen Steckdose, an der ein Kรผhlschrank angeschlossen war (und sogar funktionierte!). Nun versagte jedoch, bis auf meinen Verstรคrker, die restliche Anlage ihren Dienst. Ich ahnte Bรถses… und telefonierte eilends mit der Kรผnstleragentur. Eine viertel Stunde spรคter unterstรผtzte mich einer der Geschรคftsfรผhrer (der Agentur). Gemeinsam fanden wir nรคmlich heraus, dass es einen eklatanten Fehler in der Starkstromverteilung fรผr die Bรผhne gab: der Hausmeister des Burghotels hatte leider beim Verkabeln eine Phase vergessen. Damit waren das Agentur-Mischpult und die CD-Player fรผr diese Veranstaltung auรer Gefecht gesetzt – sprich: fรผr diese Gerรคte stand demnรคchst erstmal eine grรถรere Reparatur an!
Auf diesen Fauxpas angesprochen, wies der Hausmeister natรผrlich erstmal jegliche Schuld von sich. Und die รbernahme der Reparaturkosten der defekten Gerรคte lehnte die Hotelleitung gleich auch noch stringent ab. Erst nachdem der Geschรคftsfรผhrer der Agentur auf unterschriebene, aber nicht eingehaltene, vertragliche Bedingungen hinwies und mit dem Gang zu seinem Rechtsanwalt drohte, wurde man etwas zahmer. Wie die Kosten letztendlich getragen wurden, entzieht sich jedoch meiner weiteren Kenntnis.
Fรผr die wartenden Gรคste mรผssen meine Bemรผhungen um die PA-Anlage beรคngstigend ausgesehen haben – beรคngstigend im Sinne von „weil die Anlage defekt ist, gibt es heute keine Musik und somit auch keinen Tanz mehr“. Deshalb war ein paar feierwilligen Mรคdels regelrecht anzusehen, dass sie innerlich beteten: „Lieber Gott, lass‘ bitte, bitte die Musikanlage doch noch funktionieren“. Dabei baute ich ja inzwischen schon unter hektischen Schweiรstrรถmen auf, was ich noch im Anhรคnger hatte – MEIN Mischpult und MEINE CD-Player. Als schlieรlich pรผnktlich um 20.00 Uhr die ersten Klรคnge aus meiner Anlage kamen, war ich DER HELD und erntete zunรคchst mal minutenlange Standing Ovations. ICH war wohl somit der Retter dieser Feier! :-)
Trotz dieser Beinahekatastrophe zum Anfang, wurde die Feier eine Nacht phantastischer Stimmung. Die Menschen feierten und tanzten ausgelassen bis in den Sonnenaufgang.
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Die Sonne stand dann auch bereits hoch am Himmel, als ich auf dem Heimweg fast einer typischen Nachtarbeiter-Attacke zum Opfer fiel. Kaum zehn Kilometer von zuhause kam mein VW T4 mit dem rechten Vorderreifen von der Straรe ab und nahm bereits Kurs auf ein am Straรenrand stehendes Vorfahrtschild. Todmรผde und erschรถpft, wie ich nach dieser Nacht nun mal war, mรผssen mir ganz kurz die Augen zugefallen sein – glรผcklicherweise gelang es mir jedoch, die Fuhre wieder auf die Straรe zurรผck zu wuchten. Fรผr den Rest der Fahrt stimmte mein Blutdruck wieder! Keine viertel Stunde spรคter fiel ich zuhause ins Bett und wachte erst gegen Abend wieder auf.
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>>Kapitel 13>>
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๐๐ป๐๐ฒ๐ฟ๐ฒ๐๐๐ฒ ๐ฎ๐ป ๐๐ฒ๐ถ๐๐ฒ๐ฟ๐ฒ๐ป ๐๐ฒ๐๐ฐ๐ต๐ถ๐ฐ๐ต๐๐ฒ๐ป?
ร๐ฏ๐ฒ๐ฟ๐๐ฒ๐๐๐๐ป๐ด
26 Oktober 2015
๐๐๐๐ฃ๐ ๐ฟ๐ -๐ฝ๐๐ค๐๐ง๐๐๐๐ - ๐๐๐ฅ๐๐ฉ๐๐ก ๐ญ๐ฎ: ๐๐๐๐๐๐๐๐๐๐๐๐ ๐๐๐ ๐๐๐๐ ๐๐๐๐๐๐๐๐
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