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Gut drei Monate nach meinem ersten offiziellen Statement zum Thema „Serotonin-Achterbahn“, meiner ersten Biografie, gibt es leider noch nichts Erwรคhnenswertes zu berichten.
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Bis jetzt haben sich sagenhafte zwei (!!!) Verlage gerรผhrt. Sie haben zwar den Empfang meiner Anfrage mit ihrem Dank fรผr das damit verbundene Vertrauen bestรคtigt, sehen aber leider keine Mรถglichkeit, „dem Titel einen angemessenen Platz im Programm unseres Verlages bieten zu kรถnnen“. Sie wรผnschen mir fรผr meine schriftstellerische Arbeit viel Erfolg und hoffen... bla... bla...bla. Man kennt das von unzรคhligen Absagen aus dem Bereich der Stellensuche.
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Der allgemeine Tonfall im Umgang mit dem Verlagswesen spricht zudem eine deutliche Sprache: ein Buch als solches wird inzwischen ausschlieรlich als Wirtschaftsfaktor betrachtet. Die Biografien so namhafter und gleichermaรen skandaltrรคchtiger Promis wie Nadja Abdel Farrag, Gรผlcan Kamps, Amy Winehouse und natรผrlich auch Dieter Bohlen, Boris Becker oder Daniel Kรผbelbรถck, versprechen sensationelle Absรคtze in mehreren Auflagen. Obwohl diese Personen der รffentlichkeit hรคufig nicht mal der eigenen Muttersprache mรคchtig sind und daher sowieso nur von Ghostwritern schreiben lassen kรถnnen, stolpern sie Autogramme streuend auf Buchmessen herum und mimen plรถtzlich auf intellektuell.
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Immer mehr Buchhรคndler gehen derweil in die Knie, melden Konkurs an. Der Trend zum Zweitbuch ist lรคngst aus der Mode. Menschen, die รผberhaupt ein Buch besitzen, geschweige denn lesen, sterben offenbar langsam aus. Querlesend bleiben die Augen der immer weniger werdenden bereiten und fรคhigen Leser hรถchstens noch an Sex, Drugs and Rock'n Roll hรคngen. Am alltรคglichen Leben abgestumpft lechzen sie nach Skandalen... die ihnen die Masse der Medien viel schneller liefern kann als ein Buch.
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Und in genau dieser multimedialen Zeit will ausgerechnet ich grauer Niemand einen Teil meines Lebens zwischen zwei Buchdeckel packen? Mir kommen Gedanken an ein Hรถrbuch, oder an meine Geschichte als App fรผr ein iPhone. Nur nebenbei; Sex, Drugs and Rock'n Roll hat mein Buch auch! Ich bin aber eben nur ein angestellter Fahrlehrer und nicht tรคglich im TV oder mache Schlagzeilen in der BILD.
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Dennoch... alles Quatsch!... Nein – ich bleibe beim altmodischen Buch. Die Buchstaben bleiben auf dem Papier. Und wenn sich die arroganten Verlage dieser Welt ausserstande sehen, MEINE Geschichte zu verlegen, weil sie die Befรผrchtung haben, daran nicht genug Geld zu verdienen... dann „I do it my way“.
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Bis Ende 2011 haben die Leser meines Blogs รผbrigens auch die Mรถglichkeit, mich bei der Auswahl eines Umschlagdesigns zu unterstรผtzen. Zwischen drei von mir ausgewรคhlten Vorschlรคgen kann gewรคhlt werden.
Gut Ding braucht Weile... ich bleibe am Ball! | ||
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ร๐ฏ๐ฒ๐ฟ๐๐ฒ๐๐๐๐ป๐ด
04 Juli 2011
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