Donnerstag, 15. August 2013

Ich sitze "like a cat on hot bricks"

Staubige Gesellen

Da bastelt man in jeder freien Minute, sogar sonntags. Der Garten gleicht mittlerweile einer grünen Hölle. Alle möglichen Arbeiten rund ums und im Haus mussten sich artig hinten anstellen. Familie und Nachbarn haben sich längst an Schleifgeräusche, die kreischende Flex, das brutzelnde Schweißen oder den dumpfen Klang des Schwingschleifers auf großen Blechflächen gewöhnt. Der Geruch von Nitroverdünnung, Zinkspray, Polyesterspachtelmasse aber auch Bremsenreiniger und Rostlöser wabert noch durch die Garagenwerkstatt – und urplötzlich ist endlich alles ganz anders.
Alles hat ein Ende...
Das letzte Gefecht
Dabei habe ich mich doch so unglaublich auf diesen Moment gefreut. Genau deswegen habe ich, haben wir, doch zielstrebig und verbissen auf diesen Zeitpunkt hingearbeitet. Zuletzt zähle ich sogar die Minuten… bis der Trailer vor unserem Haus eintrifft um den REDSTAR aufzuladen und ihn in die Lackiererei mitzunehmen.

Und dann kommt er doch eineinhalb Stunden später als vereinbart. Verdammt – wird die Geduld bei so etwas auf die Probe gestellt! Die Nerven sind zum Reißen gespannt!
Am Ende eines langen, harten Weges
Die Lage entspannt sich etwas, als ich auf der Bundesstraße hinter dem Lackierergespann herfahre. Auf dem Hof der Lackiererei bespreche ich mit dem Lackierer die letzten Einzelheiten. „Du weißt schon, dass das hier noch etwas wellig ist…?“ Er fährt mit der flachen Hand über das Blech. Ja – ich weiß, aber die Lackiervorbereitungen sind leider um Einiges oberflächlicher ausgefallen, weil mein Freund Ralf einen unvorhersehbaren Zeiteinfall wegen seiner kränkelnden Eltern hinnehmen muß. Das Bulli-Projekt drohte fast daran zu scheitern bzw. zu einer kaugummiähnlichen unendlichen Geschichte zu werden.
Bullikurlaub
On the Road again
Auf dem Weg zur Lackiererei
Schließlich handelte ich mit der Lackiererei einen neuen akzeptablen Preis und einen annehmbaren Durchführungszeitpunkt für das Gewerk am REDSTAR aus. Nun muss der Fremdeingriff im Projektmanagement durch die Farbkünstler wesentlich früher einsetzen, nämlich zum Feinspachteln bzw. Spritzspachteln. Was sich natürlich im Rahmen immer sehr zeitaufwendiger Lackiervorbereitungen durch einen spürbar finanziellen Mehraufwand bemerkbar macht. Da müssen wir nun wohl durch!

Immer noch auf dem Hof der Lackiererei wird mir erklärt, dass der vereinbarte Preis allerdings sehr eng bemessen ist, man aber dennoch die Qualität der abzuliefernden Arbeit hoch halten werde – was mich natürlich freut. Andererseits habe ich auch mit nichts anderem gerechnet, mein K70-Projekt aus dem letzten Jahr ist in diesem Hause schließlich auch zur vollsten Zufriedenheit abgewickelt worden.

Ich steige beruhigt in mein Auto und verlasse die Lackiererei mit dem berühmten Alles-wird-gut-Gefühl. Man wird`s schon richten.


Das ist jetzt bereits eineinhalb Wochen her. Wie ist es dem REDSTAR seitdem ergangen? Und meine wichtigste Frage: Wann ist er fertig? Wie sieht seine neue Lackierung aus? Ich bin so unglaublich gespannt!

Und habe mir fest vorgenommen, die Lackiererei nicht mit meiner Ungeduld zu nerven! Auch werde ich nicht vorbeifahren um mal unverbindlich zu schauen!

Aber diese blöde Ungewissheit quält ungemein! Kennt ihr das auch? Was kann man bloß dagegen machen? Hoffentlich hat das Warten bald ein Ende.

Kommentare:

  1. Noch eine LE
    http://www.gmx.net/themen/auto/autolegenden/26akgxm-letzter-volkswagen-t2-rollt-brasilien-band#.channel_4.VW%20schickt%20den%20Bulli%20in%20Rente.742.3558

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  2. Ich habe dann nach 14 Tagen doch mal heimlich in der Lackiererei nachgeschaut... mit dem Ergebnis, dass es noch kein Ergebnis gibt! Der REDSTAR steht noch absolut unangetastet in der Sandstrahlhalle - wo jedoch momentan nicht gesandstrahlt wird. So steht er allerdings wenigstens trocken. Na, da bin ich ja mal gespannt, ob der Termin der Auslieferung zum Ende diesen Monats noch gehalten werden kann.

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  3. Zieh dir mal ein T-shirt an .. ALTAH !!

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  4. Nö, sehe ich überhaupt nicht ein! Das Bild ist an einem der wärmsten und schwülsten Tage des Sommers 2013 entstanden. Für die letzten Vorbereitungen zur Lackierung haben wir nochmal richtig reingehauen und dabei mächtig geschwitzt - mit 'nem T-Shirt wäre das nicht auszuhalten gewesen.

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