Samstag, 26. März 2016

Meine DJ-Biografie - Kapitel 17: GESINNUNGSBRÜDER











Selbstverständlich lebt auch ein Discjockey von und mit seinen sozialen Kontakten. Logischerweise gibt es natürlich auch Konkurrenz – davon erzähle ich allerdings erst im nächsten Kapitel. Hier geht es vielmehr um Freunde oder Bekannte, die mich auf meinem Weg mit der SOUNDBOX ein Stückchen begleitet haben und an die ich mich immer gern erinnern werde.
Der Eine, Andreas, ist ein ehemaliger Kamerad aus meiner Zeit als Wehrpflichtiger bei der Bundeswehr. Der gebürtige Ruhrpottler (aus Marl bei Recklinghausen) hatte ein gutes Ohr für tanzbaren Sound und liebte das Mikrofon - darin ähnelte er mir, so denke ich jedenfalls selbst. Irgendwann äußerte er mal die Idee, mich bei einem SOUNDBOX-Auftritt begleiten und unterstützen zu wollen. Nachdem ich bei den entsprechenden Auftraggebern die Erlaubnis für unser Vorhaben erhalten hatte, traten wir mehrfach als DJ–Team mit der SOUNDBOX auf.

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Dabei teilten wir uns immer die Arbeit. Mal moderierte ich, mal übernahm er eine Tanzrunde. Wir ergänzten einander hervorragend, unterhielten gemeinsam oder gleichzeitig die Gäste über unsere Mikrofone. Es machte wirklich großen Spaß und das Publikum erlebte sehr abwechslungsreiche, stimmungsvolle Auftritte. Zu guter Letzt teilten wir auch die Gage, die wir übrigens trotz der Anwesenheit des zweiten DJs nicht etwa erhöht hatten. Es war schließlich unser Vergnügen, der Gastgeber sollte durch die doppelten DJ nicht zusätzlich belastet werden. Wobei allein die Qualität der abgelieferten Feiern nicht ein einziges Mal zu Lasten der Auftraggeber ging, denn für sie war das "DJ-Team Andreas & Andreas" in jedem Fall ein Gewinn – so jedenfalls lauteten stets ihre einhelligen Meinungen.


Der zweite Kollege, Alfred, lief mir in meiner Zeit als DJ in der Discothek Old Inn über den Weg. Er wurde damals zunächst als meine Vertretung eingestellt, später waren wir Kollegen auf Augenhöhe. Alfred ist ein paar Jahre älter als ich und legte schon lange vor mir in diversen Discotheken auf. Seine besondere Stärke liegt in seinem enormen Musik-Wissen. Außerdem hat auch er viel Gefühl für den richtigen Titel zur jeweiligen Stimmung. Am Mikrofon tritt er allerdings lieber etwas in den Hintergrund.

Nach unserer gemeinsamen Zeit in der Disco machte sich auch Alfred mit einer eigenen mobilen Disco selbstständig. Ich half ihm, dieses Geschäft anzuschieben, indem ich Termine, die ich nicht selbst wahrnehmen konnte, an ihn weitergab. Er war es auch, der mich anlässlich meiner Teilnahme am radio ffn-DJ-Contest bei einer hölzernen Hochzeit vertrat. Auf Alfred konnte ich mich immer verlassen. Manchmal bestritten wir ein paar Auftritte miteinander, meistens sogar mit zwei Anlagen. Auch das machte stets viel Spaß. Und auch in dieser Team-Aufstellung gefielen wir den Auftraggebern.

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